Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - IV. Unterrichtswesen und geistige Kultur. Einl. von P. E. Lindström - 11. Die wissenschaftliche Forschung - Sprachwissenschaft. Von O. v. Friesen
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AGRIKULTURWISSENSCHAFT.
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erschienen. Von sonstigen Namenforschern verdient E. Hellquist besonderer
Erwähnung.
Der einzigartige lleichtum an Runensteinen, den Schweden besitzt, hat, wie
wir bereits oben sahen, schon frühzeitig die Aufmerksamkeit von Forschern auf
sich gezogen. Die K. Vitterhets-, historie- och antikvitetsakademien hat die
Herausgabe eines grossen Werkes in die Hand genommen, das eine vollständige
Behandlung aller Runeninschriften Schwedens bieten soll, und die seit lange
betriebenen Vorarbeiten haben bisher in bedeutenden Sammlungen und der
Veröffentlichung der Inschriften Ölands und eines Teiles von Östergötland
resultiert. S. M. Söderberg (1849—1901) und E. Brate (geb. 1857) sind
vorzugsweise hierfür tätig gewesen.
Als Bibliograph und Herausgeber altschwedischer Texte hat sich K. R. Geete
(geb. 1849) grosse Verdienste erworben.
Von den aussernordischen germanischen Sprachen ist es bis in die letzte Zeit
eigentlich nur das Gotische gewesen, das wissenschaftlich in Schweden
behandelt worden ist. Die unvergleichlich wichtigste Quelle der Kenntnis dieser
Sprache — der sog. Codex argenteus in Uppsala — hat bereits ältere Forscher
wie Stiernhielm, Verelius und Ihre, zu diesem Studium geführt. A. Uppström
(1806—65) lieferte schliesslich eine befriedigende Herausgabe des Textes sowohl
des Codex argenteus als der übrigen gotischen Handschriften und hat damit
eine feste Grundlage für spätere Forschungen geschaffen. Während des letzten
Menschenalters sind auch andere germanische Sprachen in den Interessenbereich
der schwedischen Forschung gezogen worden. Innerhalb der englischen
Philologie sind A. Erdmann, E. Björkman (geb. 1872), E. Ekwall (geb. 1877) und
K. F. Sundén (geb. 1868) tätig gewesen, die drei ersteren als Textherausgeber
oder Sprachhistoriker, der letztgenannte ausserdem als Sprachphilosoph. Als
wissenschaftliche Autoren auf dem Gebiete der deutschen Philologie sind E.
Wadstein und Hj. Psilander (geb. 1869) zu nennen.
Die vergleichende Sprachforschung wird nunmehr in Schweden von mehreren
Gelehrten erfolgreich ausgeübt, wie E. Tegnér d. J., einem der Entdecker des
arischen Palatalgesetzes, O. A. Danielsson (geb. 1852), der ausgezeichnete
Untersuchungen über die griechische und die italische Sprache geliefert hat und
gegenwärtig an der Herausgabe des Corpus inscriptionum etruscarum arbeitet, K. F.
Johansson (geb. 1860), der sich innerhalb mehrerer Zweige seiner Wissenschaft
betätigt hat, P. Persson (geb. 1857), aus dessen Feder neulich eine grosse
Arbeit hervorgegangen ist, die sicherlich von prinzipielle Bedeutung für die
etymologische Forschung erlangen wird: »Beiträge zur indogermanischen
Wortforschung», und E. Lidén (geb. 1862), berühmt als etymologischer Forscher, der
während der letzteren Jahre auch eine Reihe wichtiger Arbeiten zur armenischen
Grammatik herausgegeben hat.
Auf dem Gebiete der orientalischen Sprachen verdienen erwähnt zu werden
K. J. Tornberg (1807—77), berühmt als arabischer Numismatiker und
Herausgeber wichtiger arabischer Quellenschriften, O. E. Tullberg (1802—53; syrische
Handschriften), E. Tegnér d. J. (vergleichende Lautlehre), H. N. Almkvist (1839
—1904; hamitische Sprachen, rabbinische Literatur und Vulgärarabisch), C.
Landberg (geb. 1848; arabische Handschriften und moderne Dialekte), K. U.
Zetterstéen (geb. 1866; Arabisch und Nubisch), C. A. Moberg (geb. 1872;
Syrisch) und P. A. Leander (geb. 1872; hebräische Linguistik). Ein
hervorragender Ägyptologe war K. Piehl (1853—1904), der die Zeitschrift Sphinx
gegründet hat. — Die finnisch-ugrische Sprachwissenschaft besitzt in K. B. Wiklund
(geb. 1868) einen vielseitigen und hervorragenden Vertreter.
Die klassischen Studien haben wesentlich eine praktisch-pädagogische
Richtung gehabt. Eigentliche Forscher von hervorragender Bedeutung sind daher
bis zur letzten Zeit nur wenige dagewesen. Genannt seien von diesen Kr.
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