- Project Runeberg -  Schweden : historisch-statistisches Handbuch / Erster Teil : Land und Volk /
606

(1913) [MARC] Author: Joseph Guinchard
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - IV. Unterrichtswesen und geistige Kultur. Einl. von P. E. Lindström - 11. Die wissenschaftliche Forschung - Sprachwissenschaft. Von O. v. Friesen - Geschichte. Von L. Stavenow

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IV. DAS UNTERRICIITSAVESEN UND DIE GEISTIGE KULTUR.

(Jurallin (1831—HO), lateinischer Lexikograph, Textkritiker, C. M. Zander (geb.
1845), lateinischer Textkritiker, Metriker, sowie O. A. Danielsson (geb. 1852), der
in mehreren Zweigen der griechischen Philologie tätig gewesen ist. Während des
letzten Jahrzehnts hat die klassische Philologie sich eines bemerkenswerten
Aufschwunges zu erfreuen gehabt, f]ine ganze Reihe jüngerer verdienter Forscher
sind hervorgetreten und haben wichtige Beiträge zur Kenntnis der klassischen
Kultur und der klassischen Sprachen geliefert. Von lateinischen Philologen seien
hier erwähnt: A*. J. V. Lundström (geb. 1869), Textherausgeber sowie
Begründer und Redakteur der einzigen schwedischen Zeitschrift für klassische
Philologie, »Eranos»; IL Sjögren (geb. 1870), Textherausgeber und Syntaktiker; C. O.
Thulin (geb. 1871), Textherausgeber, Kenner der etruskischen Kultur; A. IV.
Ahlberg (geb. 1874), Prosodiker und Textherausgeber; und H. E. H. Löf stedt
(geb. 1880), Kenner des Spätlateins. Auf dem Gebiete der griechischen
Philologie sind zu nennen: S. K. A. Wide (geb. 1861) als Kenner der vorklassischen
griechischen Kultur; C. 0. Lagercrantz (geb. 1868) als Sprachhistoriker und
Papyrologe; C. Lindskog (geb. 1870) als Textherausgeber; N. M. P.son Nilsson
(geb. 1874) als Religionshistoriker; E. Nachmanson (geb. 1877) als Kenner
griechischer Inschriften und G. Rudberg (geb. 1880) als Paliiograph und
Texthistoriker.

Die romanische Philologie besitzt seit dem Beginn der 1880er Jahre
erfolgreiche und bekannte Vertreter in Schweden, im wesentlichen Schüler der
französischen Schule und besonders Gaston Paris’. Vorzugsweise das
Altfranzösische haben die schwedischen Romanisten bearbeitet, ihre Tätigkeit hat sich
aber keineswegs hierauf beschränkt.

Eine Sonderstellung nimmt V. E. Lidforss (1833—1910) ein, der bereits
früher sich als hervorragender Hispanologe bekannt gemacht hatte. Er hat auch
vortreffliche Arbeiten zur italienischen Philologie veröffentlicht.

P. A. Geijer (geb. 1841) ist Syntaktiker und hat besonders eine bedeutsame
Wirksamkeit als Lehrer ausgeübt. Ein Vorgänger auf diesem Gebiete war auch
II. ron Feilitzen (1854—87), Herausgeber altfranzösischer Texte. Als solcher
war auch C. 11". Wahlund (1846—1913) tätig, aus dessen Hand ausserdem auch
bibliographische Arbeiten stammen. Als philologischer Verfasser auf den
Gebieten des Französischen und des Rhätoromanischen ragt F. G. E. Walberg (geb.
1873) hervor.

Innerhalb der romanischen historischen Grammatik haben gewirkt: J. Vising
(geb. 1855), der sich besonders syntaktischen Fragen und dem
Anglonorman-nischen gewidmet hat; G. Rydberg (geb. 1861) hat umfangreiche Arbeiten zur
allgemeinen und zur französischen Sprachgeschichte und E. S. Staaff (geb. 1867)
solche zur spanischen Sprachgeschichte veröffentlicht.

Von den verhältnismässig wenigen Forschern, die das Studium der slavischfik
Sprachen betrieben haben, ist hier T. Torbiörnsson (geb. 1864) zu nennen.

Geschichte.

Gleichwie in anderen europäischen Ländern begann die schwedische
Geschichtschreibung im Mittelalter mit annalistischen Aufzeichnungen in den Klöstern.
Vom Beginn des 14. Jahrhunderts an kommen anonyme Chroniken in Vers- und
Prosaform hinzu. Die erste eigentliche Reichsgeschichte ist die »Chronica
Gotho-rum» von Ericas Olai (gest. 1486), der nicht nur wie seine Vorgänger die
verschiedenen Ereignisse aufzählte, sondern auch deren wechselseitigen
Zusammenhang nachzuweisen suchte. Aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts haben wir
mehrere Arbeiten von dem letzten katholischen Erzbist’hof Schwedens Johannes
Magni (1488—1544) und seinem Bruder Olaus Magni (1490—1558), die beide
in der Verbannung gestorben sind. Der erstere gab teils eine streng kirchliche

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