- Project Runeberg -  Schweden : historisch-statistisches Handbuch / Erster Teil : Land und Volk /
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(1913) [MARC] Author: Joseph Guinchard
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - IV. Unterrichtswesen und geistige Kultur. Einl. von P. E. Lindström - 11. Die wissenschaftliche Forschung - Die medizinischen Wissenschaftszweige

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IV. DAS UNTERRICIITSAVESEN UND DIE GEISTIGE KULTUR.

die Pharmakodynamik usw. — An den drei medizinischen Lehranstalten des
Landes finden sich besondere pharmakologische Laboratorien.

Die nur teilweise auf exakte Forschung gegründeten pathologischen Systeme
im IT. und 18. Jahrhundert sowie am Anfang des 19. Jahrhunderts hatten
auch in der schwedischen Medizin Repräsentanten, von denen der letzte Israel
Hwasser (1790—1860) war. Die pathologisch-anatomische Schule in Paris zu
Anfang des Jahrhunderts, welche für immer die klinische Beobachtung mit der
pathologischen Anatomie verknüpfte, erhielt ihre ersten schwedischen Vertreter in
A. Retzius (1796—1860) und M. Huss (1807—90), und nach der Mitte des
19. Jahrhunderts wurden ungefähr gleichzeitig in Stockholm und Uppsala
besondere Lehrstühle für pathologische Anatomie errichtet, In Uppsala wirkten
P. Hedenius (1828—96), in Stockholm Axel Key (1832—1901) und in Lund M.
V. Odenius (geb. 1828) als Lehrer in diesem Fache. Diese Forscher ebenso wie
ihre Schüler, von denen H. Bendz (geb. 1851), U. Quensel (geb. 1863), E.
Seiander (geb. 1846), C. Sundberg (geb. 1859), A. Vestberg (geb. 1859), C. Wallis
(geb. 1845), G. Hedrén (geb. 1865) und M. Forsman (geb. 1868) genannt seien,
haben auf dem Gebiete der pathologischen Anatomie oder dem der
bakteriologisch-ätiologischen Forschung gearbeitet, die im Jahre 1895 ihren ersten
Lehrstuhl erhielt, als die Stelle eines Laborators für Bakteriologie am Karolinischen
Institut eingerichtet wurde. Später sind auch in Uppsala und Lund Lehrstühle für
die Bakteriologie im Zusammenhang mit allgemeiner Hygiene errichtet worden
und in Stockholm wurde eine dem Obermedizinalamt (Medicinalstyrelsen)
unterstellte Staatsmedizinische Anstalt für Bakteriologie gegründet. Der Vorsteher
derselben ist A. Pettersson (geb. 1867).

Desgleichen erhielt die moderne hygienische Forschung ihren ersten Lehrstuhl
in Schweden am Karolinischen Institut, deren erster Inhaber (im Jahre 1878)
E. Heyman (1829—89) wurde. Zusammen mit ihm haben auf diesem Gebiete
E. Almquist (geb. 1852), A. Key, K. Linroth (geb. 1848), C. Wallis, R. Wawrinsky
(geb. 1852), G. Wirgin (geb. 1868) und G. Koraen (geb. 1877) gearbeitet.
Besonders hervorzuheben sind A. Key’s eingehende Studien auf dem Gebeite der
Schulhygiene.

Die gerichtliche und Stauf sinnlizin erhielt zuerst am Karolinischen Institut
ihren besonderen Lehrstuhl im Jahre 1861, wo A. Wistrand (1819—74) zum
ao. Professor in diesem Fache ernannt wurde. Neben ihm sind A. Key-Aberg
(geb. 1854), A. Jäderholm (1837—85) und H. Bendz die hervorragendsten
Vertreter dieser Wissenschaft in Schweden gewesen.

Die Geschichte der inneren Medizin in Schweden ist eng mit der der
medizinischen Hochschulen verknüpft. P. Hoffvenius (1630—82) in Uppsala kann
als der Gründer dieses Studiums bezeichnet werden. Olof Rudbeck d. Ä.
(1630—1702) wirkte eifrig für die Errichtung des ersten akademischen
Krankenhauses im Reiche, das indessen erst 1717 zustande kam. Während des 18.
Jahrhunderts besass die medizinische Fakultät in Uppsala zwei glänzende Lehrer
und Gehlehrte in Nils Rosén v. Rosenstein (1706—73), dem Vater der
schwedischen Pädiatrik, und Carl v. Linné, der unter anderem betonte, dass die
Bedingungen für gute Gesundheit gute Luft, hinreichende Bewegung und Schlaf,
geeignete Diät usw. sind und divinatorisch in seiner Lehre von den
»Exanthe-mata viva» aussprach, dass die ansteckenden Krankheiten, wie Pest, Aussatz,
Schwindsucht, Wechselfieber usw., im menschlichen Körper von kleinen Tierchen
erzeugt werden, welche, wie Linné hoffte, einmal entdeckt werden würden. —
In Lund wurde der erste Lehrstuhl der praktischen Medizin von dem deutschen
Polyhistor, K. Rostius (1620—87) eingenommen. Während des 18. Jahrhunderts
war der glänzendste Lehrer der Fakultät Eberhard Rosén-Rosenblad (1714—96),
gleich angesehen als Arzt wie als Gelehrter. — Emanuel Swedenborg (1688—
1772) legte, obgleich nicht Mediziner, in seinen Arbeiten über das Gehirn (1740

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