Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - III. Landwirtschaft. Einl. von H. Juhlin Dannfelt - 2. Viehzucht - Renntierzucht. Von E. Bergström - Kaninchenzucht. Von H. Funkquist
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III. LANDWIRTSCHAFT.
Millionen Kronen geschätzt werden können, wenn man dieser Berechnung einen
Verkaufspreis von 17 Kronen pro Renntier zugrundelegt. Den Nutzen aus den
Renntieren kann man indessen mit etwa 25 berechnen; er würde demnach
die nicht unbedeutende Summe von über 1 Million Kronen pro Jahr betragen.
Ungefähr die Hälfte dieses Ertrages wird zur Ernährung, Kleidung und zu anderen
Bedarfsartikeln für die Lappen gebraucht, die andere Hälfte wird dagegen
grösstenteils durch Handel umgesetzt, u. zw. hauptsächlich in Form von ganzen
Renntieren, Häuten und Fleisch, etwas auch als Sehnen (zur Schuhmacherei)
und Horn (zur Leimbereitung). Auch mit zugerichteten Waren, wie Pelzwerk
und vor allem Lappenschuhen, wird Handel getrieben. Ein nicht unbedeutender
Export von Renntierprodukten findet ausserdem, teils über Schweden nach
Deutschland, teils über Norwegen nach Frankreich, England und sogar Amerika,
statt. Der Export umfasst hauptsächlich Häute und ganze Renntiere. Eine
zuverlässige Statistik darüber gibt es nicht. Die Verteilung der Renntiere
innerhalb der verschiedenen Läne geht aus der folgenden Tabelle hervor:
Gebirgsrenn-
Waldrenntiere tiere
Anzahl der Renntiere im Län Norrbotten 1911 ........ 129 500 40100
» > > Västerbotten 1909—10 ...... 74 500 1400
» > > » » Jämtland » ...... 25 700
> > > > » Kopparberg > ...... 1600 —
Die oft laut gewordene Auffassung, dass die Renntierzucht in Schweden ein
im Aussterben begriffener Erwerbszweig, welcher der sesshaften Kultur weichen
müsste, sei, dürfte ohne Zweifel als irrig zu bezeichnen sein.1) Man dürfte im
Gegenteil zur Zeit von einer Überproduktion von Renntieren zu reden berechtigt
sein, da die Anzahl der Renntiere sogar noch grösser sein dürfte, als der Ertrag
der zur Verfügung stehenden Weiden zulässt. Was nun das Verhältnis zwischen
den Bauern und den Lappen anbetrifft, so ist es zwar richtig, dass recht
bedeutende Reibereien unter ihnen vorkommen. Diese drehen sich aber
grösstenteils um den an den natürlichen Moorwiesen verursachten Schaden. Diese
primitive Wirtschaftsmethode ist ganz sicher zum Erlöschen verurteilt, weshalb
diese Reibereien in Zukunft völlig verschwinden dürften. Unter solchen
Umständen ist es vollständig ungerechtfertigt, von einer dem Untergange geweihten
Renntierzucht zu reden. Dieselbe hat eben in ihrer Eigenschaft als
Nomadenkultur eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen, denn nur durch eine solche können
die Gras- und Flechtenbestände des Hochgebirges und der Kiefernheiden in
vollem Umfange ökonomisch ausgenützt werden. Es liegt also Grund genug
vor, die schwedische Renntierzucht als einen lebenskräftigen und lebensfähigen
Zweig der schwedischen Kultur zu betrachten.
Kaninchenzucht.
Gegen Ende des Mittelalters nahm dieser uralte Erwerbszweig in Europa, dank
dem Eingreifen der Mönche, einen wirklichen Aufschwung. In Schweden ist
jedoch das Interesse für Kaninchenzucht immer ein geringes gewesen und dürfte
auch weiterhin, trotz einer namhaften von Privatpersonen und Vereinen ausgeführten
Arbeit, ziemlich schwach bleiben. Die Kaninchenzucht lässt sich ohne Zweifel
auch in Schweden lohnend gestalten, aber, wie alle andere Viehzucht, verlangt
dieselbe Zeit und Umsicht und eignet sich deswegen für die schwedischen
Landleute nicht so oft, wie man es sich im allgemeinen vorstellt. Der grösste Teil
’) Es ist nicht möglich, diese Sache statistisch zu beleuchten, da die älteron Angaben
über die Renntieranzahl nicht zuverlässig sind.
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