Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - VII. Industrie, Handwerk und Hausgewerbe. Einl. von Alf. Larson - 1. Nahrungs- und Genussmittel. Einl. von Alf. Larson - Rübenzuckerindustrie. Von Å. G. Ekstrand - Zuckerraffinerien. Von Å. G. Ekstrand
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vir. INDUSTRIE, HANDWERK UND HAUSGEWERBE.
Die Zuckerrübenmasse besteht aus den nach der Diffusion zurückbleibenden,
so gut wie vollständig ausgezuckerten Rübenschnitzeln; sie macht 40 bis 50 %
des Gewichtes der Zuckerrüben aus und ist ein sehr geschätztes Viehfutter, das
gewöhnlich zu billigem Preise an die Rübenlieferanten verkauft wird.
Nach einer ziemlich neuen Zuckergewinnungsmethode, der sogenannten
Stef-fenschen Abkochmethode, lässt man einige Prozente des Zuckers der Rüben
in der Zuckerrübenmasse übrig, die in getrocknetem Zustande Zuckerschnitzel
genannt wird und einen bedeutend höheren Futterwert hat. Ein Vergleich
zwischen dem Werte der drei genannten Futtermittel zeigt, dass auf eine
Futtereinheit 12"ö kg frische, 1’6 kg getrocknete Zuckerrübenmasse, 1*5 kg Melasse und
1*2 kg getrockneter Zuckerschnitzel kommen.
Zuckerraffinerien.
Von diesen stehen einige in unmittelbarem Zusammenhang mit einer
oder mehreren Rohzuckerfabriken, und alle verarbeiten in der Regel nur
inländischen Rohzucker, ausserdem hat in den letzteren Jahren die
Entwicklung der Technik es mit sich gebracht, dass man den Rübensaft direkt
reinigen kann, so dass dieser beim Einkochen einen mit Raffinaden
vergleichbaren Zucker, den sogenannten Melis, ergibt. Solcher Zucker wird
jedoch nur in einer Fabrik, Hasslarp, hergestellt, die deshalb als
Roh-zuckerfabrik wie auch als Raffinerie gerechnet wird. Die Anzahl und
Erzeugung der Zuckerraffinerien geht aus Tab. 82 hervor.
Tab. 82. Anzahl und Erzeugung der Zuckerraffinerien.
Jährlich
Herstellungsjahre, i Anzahl
Raffinerien Anzahl Arbeiter Raffinierter Zucker Sirup und Melasse Summa 1 000 Kr.
dz Wert, 1000 Kr dz Wert, 1 000 Kr
1896 -00 . . 9 2 499 801613 42 005 46 174 288 42 293
1901—05 . . 9 2 641 967 125 50 009 54 628 302 50.311
1906—10 . . 10 3077 1 187 300 61 445 65 442 419 61864 j
1910 .... 10 2 759 1 298 085 69 954 88 947 588 70 542
1911 .... 10 1 231 630 100 865
Von den Raffinerien liegen 8 in folgenden Städten: Stockholm,
Norrköping, Lidköping, Gotenburg, Hälsingborg, Landskrona, Lund und Ystad,
sowie zwei auf dem Lande in Schonen, Hasslarp und Arlöv.
Während nunmehr hauptsächlich Rübenzucker in den Raffinerien zur
Anwendung kommt, kann der dabei erhaltene Sirup kaum zur Speisenbereitung
angewandt werden, sondern muss auf dieselbe Weise wie Zuckerrübenmelasse
verwertet werden. Nur der Sirup, den man bei der Raffinierung von Kolonialzucker
,(vom Zuckerrohr) erhält, kann zur menschlichen Nahrung verwendet werden, und
solcher wird nunmehr auch in grosser Menge importiert, vorzugsweise aus
England und Amerika. Die gewöhnlichsten Arten des Konsimmickers sind:
Raffinade, die in Form von Hut- und Stückenzucker, auch als Krümelzucker
vorkommt, sowie Farin, der an den früher gebräuchlichen »Puderzucker», den bei
der Bearbeitung des Zuckerrohrsaftes erhaltenen Rohzucker, erinnert.
1 Vgl. Note 1, Tab. 81.
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