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blattpaares sind desgleichen kurz und abgeplattet (Fig. 2 a und b),
aber kräftiger ausgebildet. Sie sind auch ursprünglich horizontal
aber durch Umbiegung nach oben im rechten Winkel zur
Längsachse des Blattes mit ihren Enden vertikal orientirt und beiderseits
zwischen den lateralen Kelchblättern hervortretend. Das untere
mediane, normal sporntragende Blatt ist längs der Mittellinie
gespalten und der Sporn hat dabei eine Verdoppelung erlitten (Fig. 2 b).
Die somit entstandenen beiden Sporne sind indessen bedeutend
kürzer als der einer normalen Blüte. In einer solchen ist der von
aussen her ersichtliche Teil des Spornblattes mit 12—15 scharf
gefärbten Honigstreifen versehen; das gespaltene Spornblatt dieser
Pelorienform trägt auf seinem einen Lappen 7 und auf dem anderen
8 Honigstreifen.
Die zwei Hälften sind bis an den Anfang der Sporne von
einander getrennt, und aus dem vorderen Bande ihrer gemeinsamen
niederen Partie sprossen zwei kleine unregelmässig gefaltete,
zugespitzte Anhängsel heraus (Fig. 2 b), von denen das eine länger ist und
als ein scharf abgeplatteter, flügelartiger Saum bis an den
Inser-tionspunkt des Blütenstieles fortsetzt (das andere auf der Fig. nicht
sichtbar). Dieser Saum scheint selbst rinnenförmig zu sein, und
bildet am Ende eine äusserst kleine sackförmige Ausbuchtung.
Die durch die Spaltung enstandenen beiden Sporne sind fast gleich
kräftig wie die zwei zunächst darüber stehenden und gerade, der
linke ist an der Spitze etwas verdickt und abgestutzt, der rechte
seitlich abgeplattet und spitzer.
Wie ich es schon erwähnt habe, zeigte das Andröceum in seiner
Organisation eine radiäre Ausbildung. Diese ist auf die Weise
erreicht worden, dass die beiden Nektarienanhängsel an den zwei
unteren Staubblättern völlig verschwunden sind. Indessen ist dies
nicht die einzige Veränderung, die man bei denselben beobachten
kann. Die Antheren sind nämlich längs der Berührungsfläche
zusammengewachsen und diese Vereinigung hat dazu Anlass gegeben,
dass die beiden Pollensäcke der einander zugewandten
Antheren-hälften teilweise reduzirt und ohnedies unregelmässig zerstückelt
und mit einander verschmolzen sind (Fig. 2 c). — Die übrigen
Staubblätter sind völlig normal ausgebildet.
Was die Entstehung dieser Pelorie betrifft, so halte ich es wenig
wahrscheinlich, dass dieselbe den Ausdruck eines Atavismus bilden
sollte. Es mag sein, dass die Blüte durch die Organisation der
Korolle und der Staubblätter sich dem aktinomorphen Typus ge-
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