- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 10. 1916 /
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meinen auf Urgestein, diese auf Kalk, aber in Gegenden, wo 4.
atrata fehlt findet man A. moschata auch auf Kalk, während
in Urgesteinsgebieten, wo A. moschata nicht vorkommt, A. atrata
auftreten kann. Nur in solchen Gebieten, wo beide Arten vorkom-
men, ist A. atrata kalkstet und A. moschata kieselstet. Würden die
beiden Arten nur jede für sich vorkommen, so wären sie demnach
bodenvag; würden sie dagegen immer zusammen vorkommen, so
wären sie bodenstet, die eine kalkstet, die andere kieselstet.

Leider hat man es in Skandinavien völlig versäumt zu untersuchen,
ob in den kalkreichen Gebieten Hochgebirgspflanzen fehlen, die in
den kalkarmen häufig sind, oder ob ihre Frequenz abnimmt, je
nachdem der Kalk im Substrat zunimmt und die kalksteten
Pflanzen somit immer häufiger werden. Im Sommer 1913 hatte
ich während meiner Untersuchungen in der Lule-Lappmark Gele-
genheit, auf den ausserordentlich kalkreichen Gebirgen in der
Nähe vom Vastenjaure Beobachtungen hierüber anzustellen. Der
Untergrund besteht hier im allgemeinen aus stark kalkhaltigem
Glimmerschiefer, und manchmal kommt auch reiner Kalkstein
(bisweilen mit Dolomit gemischt) in grosser Ausdehnung vor.
Es ist ja natürlich, dass die kalksteten Pflanzen hier häufig sind.
Es war aber auch auffallend, wie die auf Urgestein häufigen
Arten verhältnismässig selten waren oder völlig fehlten, obgleich
geeignete Lokalitäten ebenso zahlreich wie auf dem Urgestein vor-
handen waren. Es ist also wahrscheinlich, dass andere Arten hier
ihre Rolle übernommen haben, vielleicht gerade die in den Urge-
birgsgebieten fehlenden kalksteten Pflanzen.

Was unten über das Verhalten der Pflanzen gegenüber dem Kalk
gesagt wird, gilt natürlich nur für die behandelten Gebiete. Es ist
mir nicht unbekannt, dass in anderen Gebirgen abweichende
Verhältnisse vorliegen. Die Ursachen dazu werde ich später er-
wähnen. Schon von WAHLENBERG (1814), CunisT (1879), BONNIER
(1879) und anderen ist übrigens darauf hingewiesen worden, dass
eine Pflanze in einem Gebiete bodenstet, in einem anderen boden-
vag sein kann.

Da ich nicht beabsichtige, alle kalkstete Pflanzen, die ich gefun-
den habe, aufzuzählen, erwähne ich nur diejenigen, von denen ich
für begrenzte Bezirke gefunden zu haben glaube, dass sie andere
in Urgesteinsgebieten vorkommende Arten ersetzen, die man den
ersteren gegenüber als kieselstet bezeichnen kann.

Für solche vikariierende Arten, wie die hier erwähnten, ist es

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