Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Sidor ...
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>
Below is the raw OCR text
from the above scanned image.
Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan.
Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!
This page has never been proofread. / Denna sida har aldrig korrekturlästs.
214
Normal-Typus folgt, bisweilen Säcke vom Lilium- und wahrschein-
lich auch vom Scilla-Typus hat. Auch die beinahe stets ganz nor-
male Orchis sambucina scheint zuweilen dem Lilium- und dem
Scilla-Schema zu folgen.
Zu bemerken ist, dass, obgleich der Lilium-Typus, wie aus dem
oben gesagten hervorgeht, zufälligerweise in mehreren Species vor-
kommt, man bisjetzt keine einzige Art gefunden hat, deren Em-
bryosack konstant diesem Entwicklungsschema folgt. Der Scilla-
Typus dagegen kommt regelmässig in Cypripedium (PACE 1907) und
in dem nahestehenden Paphiopedilum insigne vor. Der sogenannte
Normal-Typus ist bei den Orchideen der dominierende und in den
meisten bisher untersuchten Arten gefunden worden. Trotz aller
Ausnahmen, die in der letzten Zeit angetroffen worden sind, muss
man annehmen, dass der Orchideen-Embryosack, vielleicht ausser
. der Gruppe der Cypripedilinae, in der Regel dem Normal-Typus folgt.
Es scheint immer die chalazale Megaspore zu sein, die zum Em-
bryosack auswächst, während die übrigen verdrängt werden und
schnell verschwinden. Nach Cnopar (1913) bildet Ophrys eine
Ausnahme von dieser Regel, und zwar entwickelt sich hier die
zweitunterste Megaspore zum fertigen Sack. Die unterste Zelle
bleibt jedoch während der ganzen Entwicklung des Sackes, wird
mehrkernig und organisiert sich als »cellule nourriciére». Mehrere
der Bilder dieses Verfassers sind jedoch undeutlich und wider-
sprechen zum Teil seinen Angaben. In Gyrostachys kann zuweilen
die nächst unterste Megaspore zum Embryosack werden, und
mitunter können mehrere Megasporen die Entwicklung beginnen
und mehrkernig werden. Pace bildet einen Fall ab, wo in »a row
of three» alle drei Zellen ausgekeimt sind und die untere acht-, die
mittlere vier- und die obere zweikernig geworden ist.
Über die Ursachen, welche bei diesen durch das Schwanken
zwischen mehreren Typen gekennzeichnete Arten die Entwicklung
aus einer oder aus mehreren Megasporen bewirken, dürfte man
sich gegenwärtig nicht mit Bestimmtheit aussprechen können. Wir
kennen noch viel zu wenig die Faktoren, die hierbei die bestim-
menden sind. Inwiefern äussere Beeinflussungen, wie verschiedene
Nahrungsverhältnisse u. dgl., von Bedeutung sein können, erübrigt
noch auf experimentellen Weg zu untersuchen. Es ist immerhin
wahrscheinlich, dass äussere Einflüsse in mehreren Richtungen von
grosser Bedeutung sind. Diese Vermutung sprechen auch BROWN
und SHARP in ihrer Arbeit über Epipactis aus. Auch dürfte die
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>