Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Sidor ...
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>
Below is the raw OCR text
from the above scanned image.
Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan.
Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!
This page has never been proofread. / Denna sida har aldrig korrekturlästs.
215
gegenseitige mehr oder weniger günstige Lage der Eichen im Frucht-
knoten für ihre Entwicklung massgebend sein.
SHARP und Brown haben darauf hingewiesen, dass die Lage der
Spindeln bei den meiotischen Teilungen in Epipactis, Epidendrum
u. a. für die Zusammensetzung des Embryosackes von entschei-
dender Bedeutung ist. Wenn die heterotypische Spindel mitten in
der Embryosackmutterzelle liegt und diese folglich in zwei gleich
grosse Tochterzellen zerlegt wird, nehmen beide Zellen an der
Bildung des Sackes teil, und dieser baut sich also nach dem Lilium-
Typus auf. Liegt dagegen die heterotypische Spindel in der mikro-
pylaren Partie der Mutterzelle, so wird diese in zwei ungleich grosse
Zellen zerlegt, eine äussere, kleinere, die bald degeneriert, und eine
untere, bedeutend grössere, die sich noch einmal teilt. Wenn diese
letzte Teilung zwei gleich grossen Zellen den Ursprung gibt, ist die
Möglichkeit einer Entwicklung nach dem Scilla-Typus gegeben, da
beide an der Bildung des Sackes teilnehmen zu können scheinen.
Wird, was gewöhnlich der Fall ist, die cbere Zelle auch diesmal
kleiner als die untere, so wächst letztere allein zum Embryosack aus.
In Oncidium habe ich nichts Ähnliches gefunden. Hier teilt sich
die Embryosackmutterzelle immer in zwei gleich grosse Tochter-
zellen. Wenn die Entwicklung bisweilen dem Lilium-Schema folgt,
kommt dies daher, dass die Wand, die sonst die Zellen voneinander
trennt, aus irgend einem Grunde nicht ausgebildet worden ist.
Bei mehreren Orchideen, deren Embryosäcke aus einer Megaspore
gebildet werden, ist es konstatiert worden, dass bei der Tetraden-
teilung keine vollständige Wandbildung erfolgt. In Calopogon (PACE
1909) entstehen Wände nach der heterotypischen Teilung. Nach
der homöotypischen werden sie zwar in der Regel in der Spindel
angelegt, aber sie verschwinden schnell, und in jeder Tochterzelle
bleiben zwei Megasporenkerne. Der unterste Megasporenkern bildet
allein den Sack, während der zweitunterste ebenso wie die mikro-
pylare Tochterzelle degeneriert. Von besonderem Interesse ist es,
dass der zweitunterste Kern vor seinem Verschwinden vereinzelte
Male eine Teilung durchmacht. Er hat offenbar seine Selbständig-
keit behalten, obgleich er in derselben Plasmamasse wie der chala-
zale, entwicklungsfähige Kern eingeschlossen ist. Die beiden Kerne
wirken also zur Bildung des Sackes nicht zusammen, wie
dies bei Cypripedium der Fall ist, vielmehr konkurrieren sie mit-
einander. Wie oben gesagt, scheint es jedoch, als ob sie mitunter
beide zur Ausformung des Sackes mitwirken könnten. In Oncidium
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>