- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 10. 1916 /
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sind die Verhältnisse denen in Calopogon ganz ähnlich. Es bildet
sich eine Wand nach der heterotypischen Teilung aus, nicht nach
der homöotypischen. Der Unterschied zwischen den beiden Arten
ist nur der, dass bei Oncidium das Plasma der chalazalen Zelle
sich in zwei Hälften mit je einem Kern zerteilt. Hier sind also
die Megasporen deutlich getrennt, wenn auch die Wand zwischen
ihnen fehlt. Auch Gyrostachys zeigt bisweilen eine Entwicklung,
die der von Calopogon ganz gleichartig ist. Bei Himantoglossum
hircinum hat Heusser (1915) gefunden, dass die Wandbildung bei
der Tetradenteilung oft ausbleibt. Er schreibt: »Die Membran-
bildung erfolgt simultan, scheint aber ebenso häufig auszubleiben».
Auch wenn die Wände fehlen, sind die Megasporen deutlich ge-
schieden, und es ist immer die unterste, die allein zum Embryo-
sack wird, während die übrigen degenerieren. Es ähnelt also diese
Pflanze hierin sehr Avena Falua (Cannon 1900) und Eichhornia
(SMITH 1898).

Das Benehmen der beiden chalazalen Megasporen von Calopogon
und Oncidium hat eine gewisse Bedeutung für die Frage, ob die
durch die meiotischen Teilungen gebildeten Kerne immer als Mega-
sporenkerne zu betrachten sind oder nicht. Es stehen sich hier
bekanntlich zwei verschiedenen Auffassungen gegenüber. Die eine,
die von ERNST (1908) und CAMPBELL (1909) vertreten ist, behauptet,
dass, wenn die Mutterzelle direkt zum Embroysack wird, die Mega-
sporenbildung ausgefallen sei und die Reduktion während der ersten
Teilungen des primären Embryosackkerns vor sich gehe. Die an-
dere Auffassung ist von COULTER (1908), Mc ALLISTER u.a. vertreten,
nach welchen die durch die meiotischen Teilungen gebildeten Kerne
immer als Megasporenkerne betrachtet werden müssten, sei es, dass
einer, zwei oder vier von ihnen den Sack zusammensetzten. Eine
vermittelnde Stellung scheint Brown (1908, 1909) einzunehmen.
Er will den genügenden Beweis für die Megasporennatur der Kerne
nicht in der Reduktionsteilung allein sehen, sondern legt das grösste
Gewicht auf das Vorkommen von Wänden oder wenigstens von
Zellplatten in den die Megasporenkerne erzeugenden Spindeln, während
dagegen Wandanlagen bei der ersten Teilung eines Megasporenkerns
fehlen. Aus diesem Grunde meint Brown (1909), dass in Cypri-
pedium, wo in den homöotypischen Spindeln keine Zellplatten vor-
kommen, »the second division in megaspore formation has been
left out, and the place where reduction is completed changed to
the first division of the nucleus of the embryo sac mother cell».

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Project Runeberg, Fri Jun 14 18:33:28 2024 (aronsson) (download) << Previous Next >>
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