- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 10. 1916 /
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Zellen eine schützende Wand darstellen, während die inneren zu
Gameten werden. Das Archegonium ist schmal und langgestreckt -
geworden und hat nur eine Reihe von zentralen Zellen, die langs
desselben verläuft; nur die unterste wird gewöhnlich ein befruch-
tungsfähiger Gamet, die übrigen gehen früher oder später zu Grunde.
Nach GOEBEL (17) hat man das Archegonium als ein halbes Anthe-
ridium zu betrachten, dessen eine Hälfte steril geworden ist und
einen Teil der Wand bildet.

Dass die Halskanalzellen den Bauchkanalzellen und Eizellen ho-
molog sind, geht vor allem daraus hervor, dass sie bei den Leber-
moosen und bei Sphagnum aus derselben gemeinsamen Mutterzelle
herstammen, durch deren erste Teilung die primäre Kanalinitiale
und die Zentralzelle entstehen. Die Nahrung konzentriert sich auf
die untere dieser Zellen, die folglich an Grösse zunimmt; die un-
tere von den Tochterzellen derselben wird gewöhnlich allein zu einem
fertilen Gameten. Bei Sphagnum bilden sich indessen beide in
der gleichen Weise aus: wir erhalten zwei Gameten, oder durch
weitere Teilung deren 4, ev. mehr,! die offenbar vollständig ho-
molog sind.

Ob sich die Kanalzellen in einzelnen Fällen abrunden und die
Form von Eizellen annehmen können, kann ich gegenwärtig nicht
mit Sicherheit sagen.

COKER (10) hat als Abnormität bei Mnium zwei übereinander-
liegende Eizellen mit je einer Bauchkanalzelle gefunden. HOLFERTY
(22) bestätigt diese Erscheinung, und HoFENEDER (20) hat ähnliches
bei Bryum caespiticium gesehen. CAMPBELL (6) beschreibt bei Geo-
thallus ein Archegonium mit zwei Bauchkanalzellen, die seiner An-
sicht nach sukzessive von der Zentralzelle abgeschnürt worden sind,
und Briss (3) hat ähnliche Beobachtungen bei Polytrichum juniperinum
gemacht.

Die Abnormität der zwei Bauchkanalzellen scheint mir denjenigen
Fällen, wo bei Sphagnum (Fig. 5 b, d—e) mehr als zwei Gameten ge-
bildet werden, analog zu sein. Diese Vermehrung der Gametenanzahl
ist als atavistische Erscheinung aufzufassen. Bei Sphagnum erhalten
diese Tochterzellen der Bauchkanalzelle die Form von Eizellen (Fig.
5 b, 6 a), da ihre Mutterzelle die Form und die Eigenschaften einer
Eizelle besitzt. Bei Geothallus (6) und Polytrichum (3), hingegen wo die

* Vermutlich hat schon Scurmper gesehen, dass sich die Zentralzelle in mehrere
Zellen teilen kann. Er sagt (42. S. 54): »Ich.fand daselbst Keimzellen, welche an
beiden Enden eine Querwand zeigten».

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Project Runeberg, Fri Jun 14 18:33:28 2024 (aronsson) (download) << Previous Next >>
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