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Zwischen diesen Typen sind alle Ubergänge möglich, indem das
Blatt oft beim Einnehmen einer neuen Gleichgewichtslage sich zu-
nächst über diese hinaus bewegt.
Die Reize wiederum können entweder plötzliche sein, also sofort
mit endgültiger Intensität einsetzen, oder aber allmähliche, d. h.
dauernde Intensität erst nach einer Zeit von gradweisem Ansteigen
erreichen. Im ersten Falle sind die Aussichten für eine wenigstens
teilweise vorübergehende Reizwirkung grösser, im zweiten Falle
liegt die unmittelbare Einnahme einer neuen Gleichgewichtslage,
wenn eine solche überhaupt von dem Faktor bewirkt werden kann,
am nächsten (Vergl. PFEFFER 1915, S. 117).
Wie verhalten sich nun die untersuchten Oxalis-Arten zu den
verschiedenen Reizen?
Der photonaslische Reiz ist teils Unterbelichtung, teils Überbelich-
tung, wenn man von der optimalen Lichtintensität (bei O. lelra-
phylla: WYNNE etwa 10—20 Sek.) ausgeht.
Plötzliche oder allmähliche Unterbelichtung scheint zu einer
neuen Gleichgewichtslage zu führen, deren Einnahme unter Um-
ständen mit kleinen Oszillationen verbunden ist (Fig. 8),
Plötzliche Überbelichtung gibt eine bedeutende, vorübergehende
Senkung, nach welcher eine neue Gleichgewichtslage eingenommen
wird, die zwischen der maximalen Senkung und der normalen
Tageslage liegt (Fig. 11). Die Wirkung von allmählicher Überbe-
lichtung ist unbekannt.
Dass die Blättchen umgekehrt, soweit Reaktionsfähigkeit noch
besteht, ihre Gleichgewichtslage ändern, wenn sie von unter- oder
überbelichtetem Zustande in den normalen versetzt werden, ist ein-
leuchtend.
In diesem Zusammenhange sei erwähnt, dass wenigstens bei O.
tetraphylla der Lichtreiz die Gelenke treffen muss, wenn eine schnelle
Reaktion ausgelöst werden soll. Eine Perzeption der Spreiten und
eine langsame Reizleitung zu den Gelenken, welche nach einiger
Zeit Bewegung verursachen, sind wahrscheinlich. Dagegen ist es
gleichgültig, ob die obere oder untere Seite des Blättchens getroffen
wird, sowie in welcher Lage zur Schwerkraft sich das Blatt be-
findet; eine morphologische Senkung folgt immer als Antwort auf
Überbelichtung.
Der thermonastische Reiz könnte auch in Erwärmung über und
Abkühlung unter die Optimaltemperatur geteilt werden. Als Reiz-
faktoren spielen aber im Vergleich mit Lichtreizen Temperaturschwan-
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