Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Sidor ...
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>
Below is the raw OCR text
from the above scanned image.
Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan.
Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!
This page has never been proofread. / Denna sida har aldrig korrekturlästs.
445
kanntlich an einem dergleichen horizontellen Kurztrieb von aussen
nach innen an Grösse ab, das besprochene unangenehme Hin- und
Herschwanken am Klinostat verringert sich in demselben Grad, was.
eine mögliche Ursache der verschiedenen Blattlagen sein könnle.
Gegen diese Einwendung,spricht aber die Tatsache, dass an einjäh-
rigen Keimpflanzen, welche nur
zwei grosse, annähernd suppo-
nierte Blätter besitzen, diese eine
stärkere epinastische Einkrüm- |
mung als die etwa ebenso gros-
sen äusseren Blätter der Kurz-
triebe erfahren. Wir haben es
also hier sehr wahrscheinlich
mit inneren Differenzen zu tun.
Die verschiedene Einkrüm-
mung am Klinostat kann wohl
schwerlich eine geotropische
Reaktion sein (vgl. oben). Denn
es wäre dann unverständlich,
weshalb das Endblatt keine ver-
stärkte Einkrümmung erfähre:
Tatsächlich ist die geotropische
Empfindlichkeit dieses Blattesin
späteren Stadien eher stärker
als die der inneren Blätter. Wir
müssen daher annehmen, dass
die Epinastie dieser Blätter durch die einseitige Richtung der Schwer-
kraft in der Natur geschwächt wird und nichts liegt im Wege,
diesen Faktor als Plagiogeotropismus zu bezeichnen.’ Ich sehe keinen
triftigen Grund, positiven Geotropismus anzunehmen, demgegenüber
sprechen andere Erfahrungen. Die Empfindlichkeit der jungen Blät-
ter für die Schwerkraft ist jedenfalls sehr gering.
Die vertikale Lage der Blátter dauert ziemlich lange, bis zum
Schluss des Wachstums; dann heben sich die Blátter ziemlich rasch.
Dass die Epinastie bei dieser Aufwärtsbewegung nicht erloschen ist
wurde schon erwähnt. Die Aufwärtsbewegung ist bisweilen so in-
tensiv, dass die Blátter die horizontale Lage überschreiten und schräg
aufwärts gerichtet werden, um sich dann wieder an die Ruhelage zu
Fig. 3. Ein in ähnlicher Weise wie in
Fig 2 behandelter Zweig, aber hier von
oben gesehen.
! Über die verwickelten, wenig bekannten Verhältnisse bei derartigen Combina-
tionen vgl. PrerrEr, Pflanzenphysiologie 1904, II $$ 108, 109.
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>