- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 11. 1917 /
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genannten Übergangszuständen des Kernes in Zusammenhang zu
bringen sind.

Seit Jahren bin ich nun mit einer embryologischen Untersuchung
der Gattung Hieracium beschäftigt, wobei ich jedoch eine besondere
Aufmerksamkeit der Zytologie der Keimzellbildung gewidmet habe.
Es ist mir dann immer klarer geworden, dass sich bei den Pollen-
mutterzellteilungen in dieser Gattung Kernteilungsstadien vorfinden,
die Analogien zu der apogamen Embryosackentwicklung zeigen und
wahrscheinlich zum besseren Verständnis dieser Fragen beitragen
können.

Im folgenden wird ausschliesslich auf die meiotischen Teilungen
der Pollenmutterzellen eingegangen. Die Gattung Hieracium hat
sich als sehr geeignet herausgestellt, um die verschiedenen Abarten,
man könnte wohl auch sagen Degenerationsphasen der Meiosis
in apogamen Pflanzen zu demonstrieren. Mein Untersuchungs-
material stammte aus den umfassenden Versuchskulturen von Dr.
C. OSTENFELD in Kopenhagen, und war also von ihm in bezug auf
Herkunft und genetische Qualität ziemlich genau kontrolliert. Im
Jahr 1907 habe ich einige Resultate besonders über die Embry-
ologie dieser Gattung publiziert. Seitdem habe ich jedes Jahr
neues Material eingesammelt und in verschiedenen Flüssigkeiten
fixiert. Die Bearbeitung dieses sehr umfangreichen Materials, das
über 100 verschiedene Arten, jede in etwa 10—20 Fixierungen
umfasst, hat ziemlich lange gedauert, aber schliesslich bin ich zu
einigen Resultaten gekommen, die ich als ziemlich gut begründet
ansehe. Ich beabsichtige nächstens eine ausführliche Arbeit über
die Embryologie und Zytologie der Gatlung Hieracium zu publi-
zieren, hier will ich nur kurz auf die zytologischen Fragen eingehen.

Die beste Fixierung der Kernteilungsphasen erlangte ich bei
Benutzung der Carnoy’sche Alcohol-Chloroform-Eisessig-Fixierung.
Gefärbt wurde mit HEIDENHAINS Eisenhämatoxylin und Nach-
färbung mit Fuchsin oder Lichtgrün (in Nelkenöl).

Bevor ich zu einer Darstellung der Reduktionsteilungsphasen der
Hieracium-Arten übergehe, möchte ich eine kurze Charakteristik der
Gattung vom embryologischen und zytologischen Gesichtspunkt aus
geben. Ich brauche hier nicht näher auf die Arbeiten von JUEL
und MURBECK einzugehen, welche doch nur die Archieracien betreffen.
JUEL (1905) hat eine sexuelle Form von A. umbellatum eingehend
untersucht, und MURBECK wies nach, dass in den von ihm unter-
suchten Hieracium-Arten Parthenogenese vorliegt, d. h. die Eizelle

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