- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 11. 1917 /
180

Table of Contents / Innehåll | << Previous | Next >>
  Project Runeberg | Catalog | Recent Changes | Donate | Comments? |   

Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Sidor ...

scanned image

<< prev. page << föreg. sida <<     >> nästa sida >> next page >>


Below is the raw OCR text from the above scanned image. Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan. Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!

This page has never been proofread. / Denna sida har aldrig korrekturlästs.

176

aus Lyon, und die Bastarde 286 und 398 zwischen H. auricula und
aurantiacum anführen.

Fig. D soll einen Fall illustrieren, wo die Affinität zwischen
gewissen Chromosomen abgeschwächt ist, und also die Anzahl der
Gemini vermindert wird. Von den 12 Chromosomen zeigen zwei
kurze und zwei mittelgrosse keine Affinität. Es werden also nur
4 Gemini, statt 6 gebildet. Das weitere Schicksal dieser Chromo-
somen ist dasselbe, wie im vorigen Falle. In dem gewählten
Beispiel bekommen die beiden Tochterkerne der ersten Teilung
resp. 8 und 6 Chromosomen. Dies bedeutet also eine Vermehrung
der haploiden Chromosomenzahl in den Pollen-, resp. Eizellen. In
unserem Falle liegen zwei ungepaarte Chromosomen in dem oberen
Teil der heterotypischen Spindelfigur; der eine der beiden Tochter-
kerne dieser Teilung bekommt also eine Chromosomen-Garnitur, die
aus zwei grossen, drei mittelgrossen und drei kurzen Chromosomen
besteht.

In der Fig. E denken wir uns einen Fall abgebildet von einem
Bastard, dessen einer Elter in den Keimzellen 2 grosse, 3 mittel-
grosse und 3 kleine Chromosomen besitzt, der andere 3 grosse,
3 mittelgrosse und 2 kleine Chromosomen. Daraus folgt, dass der
Bastard in der Diakinese 2 grosse, 3 mittelgrosse und 2 kleine Ge-
mini bildet und ausserdem 2 ungepaarte Chromosomen. In der
Metaphase werden also 7 Gemini im Äquator eingereiht und die
zwei »überzähligen» Chromosomen in oder ausserhalb der Spindel-
figur gelagert. Die Verteiluug der Chromosomen geschieht wie in
den vorigen Fällen. Die Hauptsache ist, dass eine grössere Zahl
Gemini als 6 unter gewissen Bedingungen gebildet werden kann.
Wir sind ja von der Voraussetzung ausgegangen, dass 3 die Grund-
zahl, also in Hieracium 9, ist und daraus die Chromosomenzahlen
dieser Gattung abgeleitet werden können. Interessant und wichtig
ist also die Tatsache, die in den oben geschilderten Bastarden, z. B.
48 a, illustriert wurde, dass eine grössere Zahl Gemini als 18 gebildet
wird, wenn eine entsprechende Anzahl homologer Chromosomen in der
heterotypischen Teilung zusammentreffen. Das deutet doch sicher auf
eine qualitative Verschiedenheit der Chromosomen hin.

Damit habe ich die Darstellung der zytologischen Verhältnisse
innerhalb der Gruppe Pilosella abgeschlossen. Unter den oben
angeführten Eigentümlichkeiten dieser Gruppe der Gattung Hieracium
möchte ich auf eine Eigenschaft besonders hinweisen, wodurch sie
sich scharf von den Archieracien unterscheidet: in allen untersuchten

<< prev. page << föreg. sida <<     >> nästa sida >> next page >>


Project Runeberg, Sat Jun 15 08:58:41 2024 (aronsson) (download) << Previous Next >>
https://runeberg.org/svbotan/11/0210.html

Valid HTML 4.0! All our files are DRM-free