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Spezies besteht noch die Reduktionsteilung ganz typisch in der Meinung,
dass für jede Art eine bestimmte Anzahl Gemini gebildet wird; die
»Unregelmässigkeiten» bestehen nur in dem Vorkommen von über-
zähligen Chromosomen, deren Ursache in einer stattgefundenen
Bastardierung zu suchen ist.
3. Die Reduktionsteilung in der Untergattung Archieracium.
Wie schon oben gesagt, kommen in der Untergattung Archiera-
cium sowohl sexuelle, wie asexuelle Arten vor, nur dass die letz-
teren die überwiegende Mehrzahl repräsentieren. Die für Pilosella
so charakteristische Aposporie habe ich doch hier niemals beob-
achtet, sondern immer nur eine Embryosackentwicklung nach dem
Antennaria-Schema: die E. M. Z. bildet also direkt und ohne Reduk-
tionsteilung den Embryosack aus.
Die Pollenbildung der asexuellen Formen, im Folgenden werde
ich mich nur mit diesen beschäftigen, ist im allgemeinen sehr
alteriert; nur in seltenen Fällen findet man in den ausgewach-
senen Antheren anscheinend gut entwickelte Pollenzellen. Die
Teilungen der P. M. Z. zeigen auch einen sehr unregelmässigen
Verlauf. In der ersten, der heterotypischen entsprechenden Teilung
treten interessante Abweichungen vom normalen Reduktionsvorgang
auf, die zuerst ein ganz verworrenes und regelloses Bild abgeben.
Wenn aber eine grössere Anzahl Arten verglichen werden und
reichliches Material zur Verfügung steht, so ist es doch schliesslich
möglich ein System in dieser anscheinend grossen Regellosigkeit
herauszufinden.
In den sexuellen Formen von Archieraciam verläuft dagegen die
Meiosis ganz normal, wie JuEL (1905) betreffs H. umbellatum be-
schrieben hat; dasselbe habe ich auch für einige andere wahr-
scheinlich sexuellen Archieracien wie H. virga-aurea, bifidum und
Iranssilvanicum bestätigen können. Wenden wir uns also zu den
asexuellen Archieracien, so kann man hier zweckmässigerweise
drei verschiedene Arten oder Abarten der P. M. Z.-Teilungen
unterscheiden, die ich im Folgenden an der Hand einiger besonders
instruktiven Beispiele kurz charakterisieren werde.
Die meisten der von mir untersuchten apogamen Arten der
Untergattung Archieracium haben die Chromosomenzahl 27, während
eine Minderzahl 36 Chromosomen in den somatischen Zellen haben.
Nach dem oben betreffend Pilosella gesagten scheint es richtig
Svensk Botanisk Tidskrift 1917. 12
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