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Teilung in der Äquatorialplatte als längsgespaltene Chromosomen,
und die Chromosomen-Hälften gehen je zu den Polen. Erst bei
der Rückkreuzung mit einer der Eltern tritt eine Gemini-Bildung
ein. Wir haben hier also einen Typus, der von den vorigen
grundverschieden ist. Ein Gegenstück zeigt Hieracium boreale, denn
diese wahrscheinlich durch Kreuzung gebildete Art zeigt in der
heterotypischen Aquatorialplatte sowohl ungepaarte Chromosomen
wie eine wechselnde Zahl von Gemini; und diese verhalten sich in
der Fortsetzung ganz wie in Pygaera-F,.
Der Fall Pygaera ist deshalb so sehr interessant, einerseits, weil
die zytologischen Befunde in vollem Einklang mit den Kreuzungs-
resultaten stehen, andererseits weil wir hier ein Beispiel haben, wo
die Reduktionsteilung nahezu vollständig ausgeschaltet wird, wie in
H. boreale, und dennoch befruchtungsfähige Geschlechtszellen ge-
bildet werden können; ein gutes Beispiel dafür, dass man von den
morphologischen Strukturen keineswegs immer auf den biologischen
Effekt schliessen kann, sondern immer und immer Vorsicht bei der
Deutung und Interpretierung unserer Figuren nötig ist. Sonst wären
wir ja versucht die »Unregelmässigkeiten» bei der Chromosomen-
verteilung für die Qualität der Keimzellen allein verantwortlich zu
machen. Sehr interessant in dieser Hinsicht ist übrigens der oben-
genannten Bastard MH. pilosella x aurantiacum (55), der, trotzdem die
Keimzellen eine sehr unregelmässige Chromosomenverteilung zeigen,
dennoch nach den OsTENFELDschen Versuchen zu schliessen, erst
nach vorausgegangener Pollination Samen bildete, »from which
plants arose, different from one another and to be considered as
the result of new crosses caused by visits of insects.»
Die halbheterotypische Teilung.
Mit diesem Namen habe ich eine Modifikation der heterotypischen
Teilung bezeichnet, die darin besteht, dass die Chromosomen in
der Prophase zwar kurz und dick und im übrigen ein »diakine-
tisches» Aussehen haben, aber nicht zu Paaren sich vereinigen. In
der Metaphase unterbleibt die Gemini-Bildung vollständig oder na-
hezu vollständig, die Chromosomen verteilen sich ohne Ordnung
auf der Spindelfigur und werden ganz regellos dem einen oder an-
deren Pole zugeteilt. Es besteht also gewissermassen eine schwä-
chere Affinität, die zu einer Gemini-Bildung nicht ausreicht.
Übergänge von dieser Teilung zu der mit Gemini-Bildung ver-
bundenen kommt auch, z. B. in AH. boreale, vor.
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