- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 11. 1917 /
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Die Frage ist nun, ob dieser Teilungsmodus auch in anderen
apogamen Formen aufgefunden werden kann. Wie schon oben
gesagt, finden sich in der Literatur Notizen und Angaben, die auf
ein Vorkommen dieser Reduktionsteilungsmodifikation auch in an-
deren asexuellen Pflanzen hindeuten. Wir haben hier vor Allem
Osawas (1913) Arbeit über Taraxacum, wo sicher dieselbe Teilungs-
art vorkommt. Es scheint mir, nach den beigegebenen Figuren
zu schliessen, als ob in Taraxacum sowohl Teilungen nach dem
H. boreale-Typus, wo also auch einige Gemini gebildet werden, als
auch nach dem halbheterotypischen Schema vorkämen. Fig. 56 in
Osawas Arbeit ist dem Verhalten in H. boreale sehr ähnlich, Fig.
57 ist aber ganz sicher mit meiner Figur 192 zu vergleichen. Diese
Figur soll nach Osawa ein späteres Stadium als Fig. 56 darstellen:
»the movement of the chromosomes .... goes sometimes very une-
venly, because some of the chromosomes seem to move much more
slowly than others, so that the chromosomes are scattered pretty
irregularly on the spindle fibres.» Die Übereinstimmung mit einer
Metaphase in z. B. H. laevigatum ist indessen einleuchtend. Der
oben beschriebene Ubergang der Spindelfigur direkt ohne Kern-
teilung in die Interkinese scheint auch in Taraxacum vorzukommen,
aber wird von Osawa als Amitose aufgefasst; Stadien wie Figg. 61,
8, 63 in Osawas Arbeit habe ich oft angetroffen, aber dabei auch
alle Übergänge von der Spindelfigur zur Interkinese.

Figuren, die als halbheterotypische Teilungen zu deuten sind,
finden sich auch in Tanaras, leider in japanisch geschriebenen
Arbeit tiber Parthenogenesis in Erigeron (1915 b). HOLMGREN (1916)
hat auch ähnliche Stadien bei einer apogamen Eupatorium-Art be-
obachtet und richtig gedeutet. Sicher werden sich bei eingehender
Untersuchung die Beispiele vermehren. Es scheint mir auch als
ob die Kernteilungen, die zur Bildung der sog. apyrenen Spermien
der Schmetterlinge führen, nach dem halbheterotypischen Schema
folgten (vgl. z. B. FEDERLEY [1913], Fig. 58).

In den Embryosackmutterzellen von Taraxacum finden sich nun
auch ähnliche Teilungs-Stadien, wie aus JUELS (1905), SCHKORBATOWS
(1909) und Osawas (1913) Arbeiten zu entnehmen ist; doch haben
sie eine sehr ungleiche Deutung erfahren. Jurr (1905 p. 6) findet
ausser der gewöhnlichen Diakinese mit Chromosomen in der Form
von »fast isodiametrischen Klumpen» (Fig. 10, 11) auch Prophasen
mit Chromosomen, »zum Teil lang und dünn», »die aber paarweise
zusammenhaften.» Er nimmt an, dass die Chromosomen nach der

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