- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 12. 1918 /
8

Table of Contents / Innehåll | << Previous | Next >>
  Project Runeberg | Catalog | Recent Changes | Donate | Comments? |   

Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Sidor ...

scanned image

<< prev. page << föreg. sida <<     >> nästa sida >> next page >>


Below is the raw OCR text from the above scanned image. Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan. Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!

This page has never been proofread. / Denna sida har aldrig korrekturlästs.

8

kulärer Sporangien in diesem Falle eine unmittelbare Folge des
vorausgegangenen Befruchtungsakles sei. Weiler erhielt er bei einer
Reihe Phaeosporeen aus parlhenogenelisch entwickelten Keimlingen
immer nur plurilokuläre, nie unilokuläre Sporangien. In dieser
letzten Hinsicht hatte er aber nicht Eclocarpus siliculosus untersucht.

Den Generalionswechsel bei Zclocarpus siliculosus kennen wir zur
Zeit nicht; stellen wir aber das zusammen, was über die Entwick-
lung dieser Alge schon bekannt ist, und bringen wir dieses in Zu-
sammenhang mit dem, was wir in bezug auf den Generations- und
Kernphasenwechsel anderer Pflanzen kennen, so scheint es mir, als
ob wir uns den wahrscheinlichen Entwicklungsverlauf von Eclo-
carpus siliculosus in folgender Weise rekonstruieren könnten.

Eclocarpus siliculosus besitzt in der Regel Gamelangien (pluri-
lokuläre Sporangien), während die Sporangien (unilokuläre Sporan-
gien) nur noch ausnahmsweise auftreten. An der schwedischen
Westküste sind sporangientragende Exemplare sogar eine Seltenheit.
Vorigen Sommer fand ich in der Gegend der zoologischen Station
Kristineberg nach langem Suchen einige Exemplare, die zum Formen-
kreis ÉEclocarpus siliculosus gehörten, welche mit Sporangien versehen
waren. Die Exemplare trugen nur Sporangien (also keine Game-
tangien); die übrigen an derselben Lokalitàt eingesammelten Indi-
viduen waren steril. Das Auftreten von gamelangientragenden
Individuen allein erklärt sich am einfachsten durch die Annahme,
dass die Gameten parthenogenelisch keimen und dabei wieder
gamelangientragende Individuen geben. An der schwedischen West-
küste ist die Vermehrung mittelst parthenogenelisch keimender Game-
ten sicher die gewöhnliche Vermehrungsweise bei der in Rede stehen-
den Alge.

Ich meine also, dass die parlhenogenetisch keimende Gamele ein
gametangientragendes Individuum erzeugt. Was gibt aber die Gamele
nach der Befruchtung, d. h. die Zygote? Bei der Beantwortung
dieser Frage müssen wir vorerst bedenken, dass die Befruchtung
eine Verdoppelung der Chromosomen mit sich bringt, und dass die
Zygote nicht haploid sondern diploid ist. Die Verdoppelung der
Chromosomen zieht unbedingt mit sich, dass in irgend einem
Punkte des Entwicklungsverlaufes eine Reduktion der Chromo-
somenzahl stattfinden muss. Da ich aber in bezug auf Ectocarpus
siliculosus nicht annehmen kann, und zwar aus Griinden, die aus
dieser Arbeit später hervorgehen dürften, dass die Reduktionsteilung
sich bei der Keimung der Zygote vollzieht, muss also aus der

<< prev. page << föreg. sida <<     >> nästa sida >> next page >>


Project Runeberg, Sat Jun 15 08:58:57 2024 (aronsson) (download) << Previous Next >>
https://runeberg.org/svbotan/12/0036.html

Valid HTML 4.0! All our files are DRM-free