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gelungen, sicher festzustellen, dass vor der ersten Querwand nie
mehr als zwei Kerne vorhanden sind.
Es ist nämlich zu entscheiden, ob die erste Kernteilung der
Zygote eine Reduktionsteilung oder eine gewöhnliche somatische
Teilung darstellt. Es gelang mir leider nicht, die Chromosomen
zu zählen oder die im Kerne sich abspielenden Vorgänge zu ver-
folgen; die Tatsache aber, dass vor der Bildung der ersten Quer-
wand nie mehr als zwei Kerne vorhanden sind, spricht dafür, dass
die erste Kernteilung somatischer Natur ist. Wäre sie eine Reduk-
lionsteilung, hätten wir ein Stadium mit vier Kernen in der Spore
zu erwarten. Ferner möchte ich darauf hinweisen, dass die Keimung
der Zygole in derselben Weise von slatten geht wie die Keimung
der Spore, und dabei ist eine Reduktionsteilung nicht denkbar.
Die Keimlinge wachsen weiter und bilden Sireblonema-arlige, ver-
zweigle Zellfäden; ihre Entwicklung zu neuen Asperococeus-Individuen
habe ich aber in meinen Kulturen nicht verfolgen können (vgl. S. 3).
Der Generationswechsel. Aus dem oben Angeführten dürfte
demnach hervorgehen, dass meiner Meinung nach bei der Keimung
der Zygote keine Reduktionsteilung stattfindet. Der Keimling muss
also diploid sein, und die neue Pflanze eine diploide Generation,
einen Sporophyten, darstellen, der sich mit Sporen vermehren soll,
bei deren Bildung eine Reduktionsteilung von statten geht. Nun
gibt es ja auch in der Natur sporangientragende Individuen, und
ich meine, dass diese diploid sind, und dass sich bei der Sporen-
bildung eine Reduktionsteilung abspielt. Aus der Spore entsteht,
so glaube ich weiter, ein gametangientragendes Individuum, welches
haploid sein muss, und wir hätten also bei Asperococcus bullosus
einen regelmässigen Wechsel zwischen haploiden, gametangientra-
genden und diploiden, sporangientragenden Generationen.
Wie schon oben erwähnt wurde, gibt es aber Individuen, die
sowohl Gametangien wie Sporangien tragen. Sind nun diese haplo-
id oder diploid? Um diese Frage einigermassen beantworten zu
können, wurde ein Exemplar, welches ausser reifen Gametangien
mit nicht zu wenigen Sporangien versehen war, ausgewählt. Das
Individuum wurde sorgfältig abgespült und in eine Krystallisier-
schale mit etwas Meerwasser gelegt. Das Kulturgefäss wurde in
das Nordfenster des Arbeitszimmers placiert, und an der Fensterseite
des Gefässes wurden einige Objekttriiger aufgestellt. An diesen
sammelten sich nun Zygoten an in ähnlicher Weise wie bei Ver-
suchen mit Individuen, bei denen nur Gametangien vorhanden
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