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Der Fucus-Typus ist aus dem Laminaria-Typus abzuleiten. Die
geschlechtliche Generation ist vollständig reduziert, und die Vermehr-
ungskórper, die den ungeschlechtlichen Zoosporen der Laminariaceen
entsprechen, sind bei den Fucaceen geschlechtlich, und stellen Eier
und Spermatozoiden dar. — Die Fucaceen haben sich systematisch
wahrscheinlich. nicht aus den Laminariaceen entwickelt, sondern
wurzeln zusammen mit diesen in den Phaeosporeen (vgl. die schema-
tische Abbildung bei Kyrın 1917 S. 309). — Es ist ja wahrschein-
lich, dass die Spermatozoiden der Fucaceen den Zoosporen der
übrigen Phaeophyceen entsprechen; es ist aber eigentümlich, dass
die làngere Zilie der Fucaceenspermien nach hinten gerichtet ist,
die längere Zilie der Zoosporen dagegen nach vorn. Die Antheri-
dien der Fucaceen werden nach der vorletzten Kernteilung durch
dünne Protoplasmamembranen in mehrere Zellen zerlegt (vgl. KYLIN
1916 S. 198); die unilokulàren Sporangien werden erst bei der Aus-
bildung der Zoosporen in Zellen aufgeteilt (vgl. die Untersuchungen
von YAMANOUCHI über Cutleria multifida und Zanardinia collaris und
meine hier vorliegende Untersuchung über Chorda filum).
Es ist schon oben hervorgehoben, dass es unter den Phaeosporeen
solche Arten gibt, bei denen bis jetzt nur Generationen mit pluri-
lokulären Sporangien bekannt sind. Dies habe ich damit zu er-
klären versucht, dass die Schwärmer dieser Arten ihren geschlecht-
lichen Charakter verloren haben und parthenogenetisch keimen.
Dieser Typus hätte sich also aus dem Dictyota-Typus entwickelt:
die diploide Generation fehlt aber, und zwar wegen des Wegfalls
der Befruchtung. Ich betrachte demnach auch in diesem Falle
den Dictyota-Typus als etwas primäres. Man könnte aber auch
sagen, dass das Fehlen der Befruchtung etwas primäres darstellt,
und dass bei solchen Arten wie Scytosiphon lomentarius und Phyllitis
zosterifolia, deren Schwärmer nur ausnahmsweise kopulieren, der
geschlechtliche Charakter eben in Entwicklung begriffen ist. Unter
den Phaeosporeen liegen wahrscheinlich beide diese Möglichkeiten
vor, so dass es also einerseits Arten gibt, bei denen die Geschlecht-
losigkeit etwas primäres darstellt, andererseits solche, die früher
geschlechtlich waren, jetzt aber den geschlechtlichen Charakter
verloren haben.
Aus dem Dictyota-Typus kann sich also, wenigstens theoretisch,
ein solcher Typus entwickeln, welcher nur haploide Generationen
besitzt. Der Generationswechsel ist dann verloren gegangen, und
zwar wegen des Ausfalls der Befruchtung. Theoretisch ist es eben-
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