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grössten Teil gefallen. Nachdem die erstere den Assoziationsbegriff
in seiner modernen Ausformung vollständig aufgenommen, steht die
schwedisch-finnische Vegetationsforschung in voller Übereinstimmung
mit der europäischen induktiven Schule. Zwischen Hurrs Vege-
tationsformation und dem modernen Assoziationsbegriff ein Gleich-
heitszeichen zu setzen, wie man bisher getan, dürfte nämlich nicht
ganz richtig sein. Für Hurt scheint die Übereinstimmung der
Lebensform (= Hurts Vegetationsform) entscheidend gewesen zu
sein, als er seine Formationen unterschied; auf die floristische Seite
legte er dagegen kein Gewicht. Rein prinzipiell dürfte man deshalb
sagen können, dass Hurrs Formationen am ehesten dem entsprechen,
was man in der modernen Pflanzengeographie Formation nennt.
In der Praxis entsprechen jedoch Hurts Formationen keineswegs
den modernen Formationen, sondern fallen statt dessen mit den
Assoziationen zusammen. Die Ursache dafür liegt darin, dass HULT
seine Lebensformen unendlich viel enger begrenzt, als man es heute
zu tun pflegt. Seine Lebensformen enthalten deshalb neben ihrer
eigentlichen Aufgabe ein stark markiertes floristisches Moment. Eine
prinzipielle Übereinstimmung zwischen Hurrs Formationsbegriff und
dem modernen Assoziationsbegriff ist also faktisch nicht vorhanden.
Der von Hutt vertretenen Richtung hat sich in Schweden Tu.
C. E. Fries (1913) angeschlossen. Er hebt jedoch die floristische
Zusammensetzung als einen der Gründe für die Begrenzung der As-
sozialion hervor, und rein theoretisch liegt hier ein bedeutender
Unterschied zwischen seinen Assoziationen und Hurrs Formationen.
Dass in der Tat Hurrs Formationen in den meisten Fällen mit den
Assoziationen in z. B. Fries’ Bedeutung übereinstimmen, hat, wie
gesagt, seinen Grund darin, dass die Begriffe Art und Vegetations-
form (= Lebensform) bei dem ersteren sich oft decken.
Die von FRIES gegebene Definition von Assoziation stimmt nahe
mit der von FLAHAULT und SCHÖTER in dem Brüsseler Kongress
(1910) gegebenen überein. Ein wichtiger Unterschied liegt jedoch
darin, dass FRIES die einheitlichen Standortsbedingungen ausschliesst,
welche nach der Definition des Kongresses ein Moment der Asso-
ziation bilden.
Fries’ Begrenzung der Assoziation kann als eine direkte Ent-
wicklung von Hurrs Formation angesehen werden. Beide gehen
nämlich von in der Natur zu beobachtenden Fakten aus und pointieren
die Mängel stark, die notwendigerweise einer Arbeitsmethode anhaften,
welche ganz oder teilweise von den Faktoren ausgeht, die als Ur-
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