Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Sidor ...
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>
Below is the raw OCR text
from the above scanned image.
Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan.
Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!
This page has never been proofread. / Denna sida har aldrig korrekturlästs.
149
Systematik. Dieser Zweig der Pflanzengeographie därfte jedoch erst
dann Aussicht haben, zu befriedigenden Resultaten zu gelangen,
wenn eine grössere Anzahl Assoziationen von verschiedenen Teilen
der Erde im Detail bekannt sind, als was bis jetzt in der Tat der
Fall ist. Die in hohem Grade abweichenden Systeme über die
Pflanzengesellschaften der Erde, die publiziert worden sind, zeigen,
dass die Zeit für die allgemeine Anerkennung des »natürlichen» Sy-
stems noch nicht reif ist. Obwohl wir also die Bedeutung der Wissen- :
schaft nicht herabsetzen wollen, die mit den Pflanzengesellschaften
als solchen operiert, wollen wir doch kräftig betonen, dass die
Assoziationen in weit höherem Grade Mittel zur Erreichung anderer
Ziele sind. Unter den Arbeitsgebieten, für die die Assoziation die
notwendige Grundlage bildet, wollen wir hier nur einige nennen.
Das Studium der Vegetationsveränderungen im Detail kann nur in
dem Falle zu wertvollen Resultaten gelangen, wenn die Assoziationen
bekannt und klar unterschieden sind. Für ökologische, biologische
und physiologische Untersuchungen der Vegetation bilden die Asso-
ziationen eine natürliche Unterlage, ohne welche Vergleichungen in
getrennten Gebieten nicht angestellt werden können. Auch für die
Tierbiologie und die Entwicklungslehre (SERNANDER 1906, DruDe 1913)
wird sich die Kenntnis der Assoziationen mit aller Sicherheit als not-
wendig erweisen. Eines der Ziele, für welche die Assoziationen die
Grundlage bilden, ist die Beschreibung der Vegetation. Eine Assozia-
tion muss deshalb auf eine Weise beschrieben werden, dass sie
unter allen Umständen für diesen Zweck anwendbar ist; es darf auch
keine Unsicherheit herrschen, welche Teile der Vegetation derselben
Assoziation angehören. Aus diesem Grunde neben andern, ist es voll-
kommen klar, dass die Assoziation durch die Pflanzen charakterisiert
werden muss, durch die sie gebildet wird, aber nicht durch die
Faktoren, die sie zustande bringen. Folgende Definition dürfte diese
Ansprüche erfüllen: Eine Assoziation ist eine Pflanzengesell-
schaft von bestimmter floristischer Zusammensetzung und
Physiognomie.
Wir haben uns also in dieser Definition der von FRIES gegebenen
angeschlossen, und zwar mit einer noch stärkeren Betonung der Be-
deutung der floristischen Zusammensetzung. Damit wollen wir
zum Ausdruck bringen, dass man absolut unnachgiebig an dem
floristischen Moment bei der Begrenzung der Assoziationen festhalten
muss. Dieser Gesichtspunkt ist nämlich in letzter Zeit von einigen
schwedischen Forschern nicht genügend beachtet worden.
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>