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Die von SAMUELSSON gegebene Formulierung können wir nicht
gutheissen, obwohl er in der Begrenzung der Assoziation in Über-
einstimmung mit uns von den Standortsbedingungen absieht.’ »Die
Assoziation ist die Zusammenfassung der ihrer Zusammensetzung
nach wesentlich gleichartigen Bestände», sagt SAMUELSSON. Darin
fehlt das floristische Moment, das für uns von entscheidender Be-
deutung ist, und die Definition kann also für Pflanzengesellschaften
von kurz gesagt jedem Wert (»ökologischer Wertigkeit», BROCKMANN-
JEROscH und Riser 1912) gelten. Unter Bestand versteht übrigens
SAMUELSSON etwas ganz anderes als KERNER (1863) und Hurr
(a. a. O.). Nach dem erstgenannten ist Bestand die Vegetation eines
gegebenen Lokals und kann also Arten der verschiedensten Lebens-
formen umfassen; KERNER und Hurr bezeichneten dagegen mit
diesem Wort mehr oder weniger dichte Zusammenschliessungen
einer oder mehrerer Arten derselben Schicht. Diese letztgenannte
Auffassung ieilen wir durchaus, und das Wort hat in dieser Bedeu-
lung Heimatsrecht in verschiedenen pflanzengeographischen Arbeiten
gefunden. Die Zweckmässigkeit, den Terminus Bestand in diesem
Sinne beizubehalten, dürfte deutlich sein, da derselbe gerade in
diesem Sinne in der praktischen Forstbotanik angewendet wird.
SAMUELSSON (1916 und 1917) und MELIN (1917) verfechten
die Ansicht, dass die Assozialionen reine Abstraktionen seien und
deshalb in der Natur nicht vorkommen können. In Tat und
Wahrheit widerspricht schon ihre Definition dieser Behauptung:
denn ein Begriff kann gar nicht eine Zusammenfassung konkreter Ge-
genstände (bei ihnen = Bestände) sein. Die in der Natur auftretenden
Assoziationen hat DnupE (1913) Elementarassoziationen genannt,
ein Ausdruck, den wir unsrerseits übernehmen. Am deutlichsten
tritt das Unhaltbare in der Auffassung der Assozialionen als reine
Abstraktionen bei MELIN hervor. Er schliesst sich SAMUELSSONS
Auffassung an, nimmt aber an, dass die Assoziation gleichzeitig
identisch ist mit der Summe aller zu ihr gehórigen Fazies (d. h.
der floristisch ungleichartigen Ausbildungsformen, in die die Asso-
ziation aufgeteilt werden kann). Gestützt auf GRADMANN (1909)
heben SAMUELSSON und MELIN hervor, dass zwei zur selben
Assoziation gehörende »Bestände» (= Elementarassoziationen) keine
! SAMUELSSON glaubt damit auf induktivem Boden zu stehen. In Wirklichkeit ist
dies indessen nicht der Fall, sondern er zieht oft Pflanzengesellschaften zur selben
Assoziation auf Grund, »ihrer ökologischen Zusammengehörigkeit» (vgl. SAMUELSSON
1917, S. 35) und motiviert damit seine Verfahrungsweise.
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