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Bestand von Aconitum septentrionale, Geranium silvaticum oder Trol-
lius europeus auf. Diese Bestände sind in dem heidelbeerreichen
Moosbirkenwald vollständig fremd, und es kann geschehen, dass
sie unter sich keine einzige Art gemein haben. Als besondere Ele-
mentarassoziationen können solche kleine Bestände nicht aufgefasst
werden. Sie sind in der Tat nur unvollkommene Ansätze in der
Vegetation, um eine andere Elementarassoziation als den heidel-
beerreichen Moosbirkenwald auszubilden, nämlich den gras- und
kräuterreichen Wiesenbirkenwald. Das zu Gebot stehende Areal ist
jedoch auf jeder besonderen Fläche viel zu klein, als dass eine
solche Elementarassoziation verwirklicht werden könnte. Für jede
Elementarassoziation ist also ein Minimiareal erforderlich;
wo dieses Raumminimum an einem gewissen Standort
nicht vorhanden ist, kann deshalb keine Elementarassozia-
tion vorliegen. Solche kleine Pflanzengesellschaften nennen
wir Assoziationsfragmente!. Die Assoziationsfragmente sind
keineswegs Seltenheiten in der Natur. Besonders häufig sind sie in
Gegenden, wo die Standortsfaktoren in kleinen Gebieten stark variie-
rend sind (z. B. in der Landschaft der Schären), aber auch andern-
orts treten Assoziationsfragmente eingestreut in grössere Elementar-
assoziationen auf. Welcher Assoziation sie angehören, kann nur
die Erfahrung in jedem Spezialfall entscheiden.
Während jede besondere Assoziation sich direkt aufin der Natur
vorkommende Pflanzengesellschaften bezieht, bildet der Assoziations-
begriff die gedachte Regel, nach welcher diese Assoziationen als
gleichwertige Einheiten betrachtet werden. In jedem Spezialfall
muss deshalb die Assoziation alle die Forderungen erfüllen, die in
der Definition für den Assoziationsbegriff aufgestellt werden, mit
Ausnahme der Einschränkungen, die durch die Assoziationsfrag-
mente bedingt werden. Sollte dies in irgendeinem Fall nicht
zutreffen, so ist das ein Kriterium dafür, dass die bewusste Pflanzen-
gesellschaft keine Assoziation ist. . Man muss diese Regel vor
Augen haben; denn sonst können Pflanzengesellschaften von ganz
verschiedenem Wert zur selben Assoziation gezogen werden, was
in der »synökologischen» Literatur keineswegs ungewöhnlich ist.
Der Zusatz, den Braun und FURRER (1913) zum Vorschlag des
Brüsseler Kongresses gemacht, nämlich dass die Assoziation eine
oder mehrere Charakterpflanzen enthalten solle, d. h. Arten, die an
eine Assoziation gebunden oder beinahe ausschliesslich nur in
! Man verwechsle hiermit nicht die Edaphiden Sernanpers (1908).
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