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dieser vorkommen, dürfte keine Verbesserung der ursprünglichen
Definition enthalten. Denn in einer nicht geringen Anzahl von
Assoziationen, wenigstens in Nordeuropa, fehlen Charakterpflanzen.
In der Tat dürfte übrigens ein grosser Teil der von diesen Verfas-
sern angegebenen »Assoziationen», z. B. »l’association des combes
à neigee», »de l’epicea», »des tourbiéres à Sphagnum», Pflanzengesell-
schaften von ganz anderem Werte sein als die Assozialionen.
Bei der Definition der Assoziation sind die einheitlichen Standorts-
bedingungen ausgeschlossen worden, welche im Vorschlag des Brüsse-
ler Kongresses darin aufgenommen sind. Die Ursachen dafür sind
folgend.
Die meisten oder alle modernen Pflanzengeographen, die sich
mit hieher gehórigen Problemen befasst haben, selzen die Vegetation
als ein Produkt der Faktoren voraus, die auf den Standort ein-
wirken. Am deutlichsten ist diese Annahme von BROCKMANN-JEROSCH
und RöÖBEL (1912) ausgedrückt worden, die ein physiognomisch-
ökologisches System nach dem Prinzip aufgestellt haben, dass die
Physiognomie als die Wirkung der Ökologie Einteilungsgrund der
Pflanzengesellschaften sein müsse. Sie heben auch hervor, dass
die Physiognomie dabei eine Rolle spielen dürfe, nur insofern sie
ökologisch begründet sei. Schon Hurr (a. a. O., S. 8—9) prote-
stierte gegen diese Auffassung und wies nach, dass man »in intimer
Vermischung miteinander im selben Lokal zwei Pflanzengesell-
schaften sehen kann, die in schärfster Weise miteinander kontra-
stieren».! Was dieses Lokal betrifft, so sagt er, dass in diesem
»keine Ungleichheiten in der chemischen oder physischen Beschaffen-
heit und Exposition des Bodens aufgewiesen werden kónnen.» Das
Prinzip, das Hutt deshalb befolgt, war »die Beobachtung der
Gruppierungsweise der Vegetation, wie sie sich in der Natur zeigt.»
Die induktive Schule, als deren vornehmster Vorkämpfer er noch
heute da steht, geht deshalb »von der Sachlage zu den Gesetzen,
vom Einzelnen zum Allgemeinen».
Diese Weise Huts die Vegetation zu studieren, ist auch die un-
sere. Wir halten das Auftreten bestimmter und charakteristischer
Zusammenschlüsse von Pflanzen für eine Erscheinung, die an und
für sich ein besonderes Studium rechtfertigt und notwendig macht.
Die Gesetze, die das Aussehen und die Verteilung der Vegetation bestim-
* Ob das von Hutr in diesem Zusammenhang angeführte Beispiel richtig ist, be-
zweifeln wir, im Prinzip aber stimmen wir vollständig mit ihm überein.
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