- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 12. 1918 /
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der Fichte ihren Grund nicht in irgendeiner Veränderung des Stand-
ortes hat; die Veränderungen desselben, die späler entstehen, sind
sekundär.

Auch Pflanzen einer fremden Flora können durch ihr schnelles
Verbreitungs- und Konkurrenzvermögen in ganz natürliche Pflanzen-
gesellschaften eindringen und das Aufkommen neuer Gesellschaften
veranlassen, ohne dass die Standortsverhältnisse irgendwelche Ver-
’ änderungen erleiden. Wir wollen hier nur ein paar in unsrem
Lande allgemein bekannte Erscheinungen nennen, nämlich Elodea
canadensis in den Gewässern und Fritillaria meleagris in Sumpf-
wiesen, wo sie oft vollständig oder zum Teil die ursprüngliche
Vegetation verdrängt oder verändert haben.

Die Beispiele dafür, dass die ökologischen Bedingungen nicht
ausreichen, um die Zusammensetzung der Vegetation zu erklären,
können unschwer vervielfacht werden. Erkennt man diese Tat-
sache an, so kann die Bezeichnung »synökologische Einheit» für die
Assoziation nicht ausreichend angesehen werden, und die Synökologie
umfasst nur den Teil der Pflanzengeographie, die das Verhältnis
der Pflanzengesellschaften zum Standort und den auf demselben
wirkenden Faktoren behandelt. Die Assoziationist statt dessen
eine pflanzengeographische Einheit und hängt von dem
Zusammenwirken ökologischer, biotischer und historischer
Faktoren ab. Für gewisse Assoziationen kann der eine dieser
Faktoren von grösserer Bedeutung sein oder vollständig dominieren,
und ein Studium sämtlicher dieser Probleme ist notwendig, um die
Zusammensetzung und Verleilung der Vegetation zu verstehen.

Für die Begrenzung der Assoziation brauchen nicht »einheitliche
Standortsbedingungen» ausschlaggebend zu sein. Damit fällt unsrer
Meinung nach die Notwendigkeit und Wünschenswertigkeit weg,
den Standort zu definieren als »die Summe der auf einem geo-
graphisch bestimmten Lokal wirkenden Faktoren, sofern sie Ein-
fluss auf die Pflanzen haben» (FLAHAULT & SCHRÖTER 1910). Denn
die historischen Faktoren, die auf die Vegetation einwirken, auf den
Standort zu beziehen, dürfte diesem eine Begrenzung geben, die in
der Definition nicht vorgesehen ist (vgl. Brüsseler Kongress 1910,
S. 24). In Übereinstimmung mit Hurr (a. a. O.) fassen wir deshalb
den Standort als das Substrat für jede einheitliche Vege-
tation auf. ,

Die auf den Standort und seine Vegetation einwirkenden Fak-
toren nennen wir Standortsfaktoren. Diese sind von dreierlei Art,

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