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nämlich ökologisch, biotisch und historisch. Die ökologischen Fak-
toren können im grossen gesehen zwei Klassen angehören, nämlich
der klimatischen und edaphischen (ScurwPEn 1898). Es ist bekannt
und mehrfach durch das Beispiel nachgewiesen, dass diese einander
ersetzen können. Ebenso können verschiedene Arten von edaphischen
Faktoren »vikariieren», ohne dass die Assoziation verändert wird.
In einem Gebiet kann deshalb eine Assoziation in der Hauptsache
klimatisch bedingt sein, während sie ihr Dasein in einem andern
Klimagebiet den edaphischen Faktoren zu verdanken hat. Auch im
selben Klimagebiet kann eine und dieselbe Assoziation unter ver-
schiedenartigen edaphischen Bedingungen auftreten. Dass historische
und biotische Faktoren ökologische ersetzen können, ist schon oben
exemplifiziert worden.
Um diese Verhältnisse zu beleuchten, wollen wir einige Beispiele
dafür geben.
Eriophorum polystachyum und E. Scheuchzeri treten in grossen
Teilen des lappländischen Waldgebietes assoziationsbildend auf.
Der Standort für diese wird durch mächtige Torflager gebildet.
Im Hochgebirge kommen indessen diese Assoziationen über der
Waldgrenze auf sehr hohen Niveaux mit wenig oder keiner Torf-
bildung vor; das Eriophorum Scheuchzerü-Moor tritt nicht selten
auf reinem Sand auf. Die edaphischen Bedingungen sind hier deut-
lich sehr verschiedenartig, aber die physiologischen Wirkungen der
edaphischen Faktoren sind doch gleichartig und geben dasselbe Pro-
dukt. Eine andere im Hochgebirge allgemein auftretende Assozia-
tion ist die Salix herbacea-Heide. Sie kommt teils auf früh schnee-
freiem Boden vor, oft auf sehr hohem Niveau, teils auf Boden, der
sehr spät freigelegt wird. Sowohl das floristische wie das physiogno-
mische Aussehen dieser unter so verschiedenen edaphischen Verhält-
nissen auftretenden Salix herbacea-Heiden ist indessen sehr ein-
heitlich, und auf Grund ihrer verschiedenen Standorte zwei Assozia-
tionen zu unterscheiden, wäre unsrer Meinung nach unrichtig.!
Über der Waldgrenze in den Hochgebirgen tritt oft eine Hoch-
staudenwiese auf, welche in ihrer Zusammensetzung nahe mit der
Untervegetation in gewissen Wiesenbirkenwäldern in der regio sub-
alpina übereinstimmt. Diese beiden Assoziationen können als
edaphisch bedingt betrachtet werden, und was ihre Verschiedenheit ver-
ursacht, sind klimatische Faktoren, die Waldwuchs im Wiesenbirken-
wald zulassen, diesen aber in der Wiese verhindern. Indessen können
! Vrgl. in diesem Zusammenhang Wanwixa und Gresner 1918, S. 688.
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