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teile eines gemeinsamen Terminus die eventuellen Ungelegenheiten bei
einer Aufhebung der Distinktion bedeutend zu überwiegen. Und
wir haben uns deshalb geeinigt, für alle solchen Komplexe, gleich-
gültig ob die darin enthaltenen Assoziationen einer oder mehreren
Formationen angehören, den Terminus Assoziationskomplex
anzuwenden. Ein Assoziationskomplex ist also jede in der
Natur auftretende Vereinigung von mehreren Assoziatio-
nen (oder Assoziationsfragmenten) zu einer pflanzen-
geographischen! Einheit.
Damit wird der Terminus Formationskomplex überflüssig. Ein
Terminus, der dem »Formationskomplextypus» (Du RıErz 1917, S. 60
und 65) entspricht, dürfte nicht neugeschaffen werden müssen, son-
dern in Analogie mit Assoziation dürfte das Wort Assoziationskom-
plex sowohl für den einzelnen Fall wie für den Begriff angewendet
werden kónnen. Man kann ganz natürlich sehr wohl von einem
Felsbodenwald (hällmarksskog) wie von dem Assoziationskomplex
Felsbodenwald als abstrakte Einheit sprechen.
Wie früher von Du RıErz (1917, S. 64) hervorgehoben worden ist,
hat man in der Praxis oft bedeutende Schwierigkeiten, die Grenze
zwischen den Begriffen Assoziationskomplex (» Formationskomplex»)
und Assoziation zu ziehen. Leider dürften die angeführten Beispiele,
die Flechtenbirkenwälder und die Gebüsche der regio subalpina
weniger glücklich gewählt sein, da sie, wie früher (S. 159) hervor-
gehoben wurde, in der Wirklichkeit kaum jemals ein so regelmässiges
Mosaik gut geschiedener Typen aufweisen dürften, dass sie mit
Fug und Recht als etwas anderes als einheitliche Assoziationen be-
trachtet werden könnten. Auch die Zwergstrauchheiden mit nicht
zusammenhángendem Zwergstrauchteppich dürften wohl, wenigstens
in den allermeisten Fällen, als Assoziationen, nicht als Assoziations-
komplexe betrachtet werden.
Die Felsbodenwälder (Du RrETz 1917, S. 62), die Moore (MELINS
»kombinierte Moortypen»), die maritime Strandfelsvegetation mit ihrer
Zonation, wie übrigens die Felsvegetationen im allgemeinen, liefern
dagegen hübsche Beispiele für die praktischen Vorteile des Assozia-
tionskomplexbegriffes bei der Vegetationsbeschreibung, nicht zum
wenigsten bei einer kartographischen Darstellung.
* *
* Nicht »physiognomischen» in dem Sinne, wie das Wort hier aufgefasst wird.
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