- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 12. 1918 /
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cell also appears.» Dass sich aber die Art der Wandbildung in
der Pollenmutterzelle auch zur Charakteristik grösserer systema-
tischen Einheiten verwenden lässt, ist sehr wahrscheinlich. Wir
denken z. B. an die Untersuchungen GUIGNARDS (1915 a und b)
über die Pollenentwicklung der Iridazeen, wodurch er nachgewiesen
hat, dass alle von ihm geprüften Vertreter dieser Familie, 20 an
der Zahl und 9 verschiedene Gattungen repräsenlierend, im Gegen-
salz zum gewóhnlichen Verhalten der Monokotylen durch simultane
Wandbildung charakterisiert sind. GuiGNArp selbst will dieser Er-
scheinung eine systematische Bedeutung zuschreiben, denn er sagt
(1915 b): »On voit donc que la formation du pollen par quadri-
partition simultande peut étre aujourd’hui considerée comme géne-
rale chez les Iridacées. Ce mode de développement, semblable à
celui qui existe chez les Orchidées, représente ainsi un caractere
de famille, qui vient s’ajouter à ceux qui distiguent ces deux groupes
importants parmi les Monocotylédones.» Auch in der Liliazeen-
Gruppe Aloinae hat GUIGNARD (1915 a) bei vier von den fünf hier-
her gehórenden Gattungen den simultanen Typ gefunden. Er sagt
hierüber: »Par suite, l’exception à la regle ordinaire chez les Mo-
nocolylédones porte vraisemblablement sur l’emsemble de la tribu
des Aloinées.» Ein anderes Beispiel sind die Asclepiadazeen der
Gruppe Cynanchoideae, die, soweit Untersuchungen vorliegen, durch
die bei den Dikotylen seltene sukzessive Wandbildung charakteri-
siert sind. Dass man aber betreffs des Vorkommens des einen oder
anderen Pollentyps innerhalb eines Verwandtschaftskreises nicht
zu sehr verallgemeinern darf, zeigen, wie wir glauben, einige unten
behandelte Fälle, wo es sich um Familien und sogar um eine Gat-
tung handelt, in denen beide Haupttypen der Wandbildung vor-
kommen kónnen.

Meistens haben wir unser Material in Zenker fixiert und mit
Eisenhämatoxylin gefärbt. Um die Wände deutlicher hervortreten
zu lassen, wurde mit Lichtgrün nachgefärbt. Das Material von
Albizzia, Piper und Paspalum hat Herr Prof. Dr. O. ROSENBERG in
liebenswürdigster Weise zu unsrer Verfügung gestellt.

Dikotylen.

Aristolochia fimbriata. Durch die Untersuchung SAMUELS-
sons (1914) wurde die interessante Tatsache an den Tag gebracht,
dass Aristolochia Clematitis im Gegensatz zum gewöhnlichen Ver-
halten der Dikotylen die Pollenkörner durch sukzessive Wand-

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