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SVENSK BOTANISK TIDSKRIFT 1918. Bp. 12, m. 3.
ZUR FRAGE EINER REIZBARKEIT BLUTENDER
ZELLEN DURCH HYDROSTATISCHEN DRUCK
VON
LARS-GUNNAR ROMELL
Die von dem Stumpf einer abgeschnittenen Pflanze ausgeschie-
denen Flüssigkeitsmengen sind bekanntlich sehr- wechselnd, teils
von verschiedenen Aussenbedingungen abhängig, wie Temperatur,
Sauerstoffkonzentration und Feuchtigkeit des Bodens, hydrosta-
tischem Druck auf der Schnittflàche, teils aus inneren Gründen
schwankend, vor allem eine mehr weniger ausgesprochene Tages-
periode zeigend. Es steht fest, dass das Bluten ein innig an die
lebende Zelle geknüpfter Vorgang ist. Man muss vor allem daran
festhalten, dass das Bluten kein so einfaches osmotisches Phänomen
ist wie das Steigen der Flüssigkeit im Steigrohr einer PFEFFERSCHEN
Zelle, wie die älteren Autoren annahmen, denn der Blutungssaft
ist bei vielen Pflanzen fast chemisch reines Wasser, und dabei
kann ein Stumpf eine Menge ausscheiden, die das Volumen des
Stumpfs mitsamt Wurzelsystem um ein vielfaches übertrifft (PFEFFER
I, S. 240, CHAMBERLAIN, S.. 273). Inwiefern aber verschiedene äus-
sere Faktoren direkt spezielle dem Blutungsvorgang eigene Reiz-
mechanismen auslösen, inwieweit sie nur indirekt durch Stimu-
lierung bezw. Hemmung der allgemeinen Tätigkeit der Zelle auf
das Bluten beeinflussend wirken, davon weiss man von keinem der
in Frage kommenden Faktoren etwas. Was speziell die Wirkung
verschiedener auf der Schnittfläche lastender Gegendrucke betrifft,
findet man mehrmals in der Literatur die Annahme einer direkten
Reizwirkung mehr weniger klar ausgesprochen, ohne dass freilich
die Existenz einer Reizwirkung überhaupt sicher konstatiert wäre.
Es waren verschiedene Gründe, die die verschiedenen Forscher
zu dieser Annahme führten. WIıELER (S. 127—129) findet eigen-
tümliche Schwierigkeiten bei Versuchen um den in einem gegebenen
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