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Kochen gelölet, dekapitiert, Stumpf mit Apparat C verbunden (vgl.
Fig. 4 und Beschreibung S. 345). Resultat in Fig. 3 graphisch
dargestellt. Die Ziffern über der Kurve bedeulen hier wie im
folgenden angeselzten Gegendruck in mm Quecksilber (hier stets 0
oder negaliv, also Saugung).
Ein Vergleich der Kurven Fig. 1 und 2 miteinander und der
Kurve Fig. 3 mit den unten milgeteillen (Fig. 5 und 9) zeigt,
dass die Reaktion auf schnellen Druckwechsel bei dem wurzellosen
Stumpf (Versuch 1) und bei der getöteten Pflanze (Versuch 3) sich
in keiner Weise von derjenigen normaler, bewurzelter, blutender
Pflanzen unterscheidet. Der Versuch hat also unsere oben geäus-
serle Vermutung bestätigt. Die
Reaktion, die die Aufmerksamkeit
von CHAMBERLAIN am meisten ge-
fesselt hat, ist keine vitale, sie ist
nur eine rein physikalische Wir-
kung des Druckwechsels. Wenn
man sehr vorsichtig sein will,
kann man sagen, dass wenn ein
Rohrlänge. 1 mm Rohrlünge — ca. 3 mm? plótzlicher Druckwechsel eine
in Längenmass 5 Min. auf der Ab- derart schnellverlaufende Reiz-
szissenachse. reaktion der blutenden Zellen
auslöst, diese jedenfalls von di-
rekten, rein physikalischen Wirkungen so völlig verdeckt wird, dass
ihr Studium oder gar Nachweis unmöglich ist, wenigstens mit den
bisher verwandten direkten Methoden.
Fig. 3. Zu Versuch 3. Ordinaten
Ausscheidung pro Viertelstunde in mm
Man ersieht aus Versuch 1, wo ja eine Wasseraufnahme von aussen
ausgeschlossen war, dass nach einer Druckänderung das neue
Gleichgewicht erst nach einer vollen Stunde wieder ganz hergestellt
ist, so dass also erst nach dieser Zeit eine eventuelle Reizreaktion
klar zum Vorschein kommen könnte. Die Möglichkeit, den Anfang
und überhaupt den zeitlichen Verlauf einer jeden eventuell auf
Druckänderung erfolgenden Reizreaktion zu studieren, ist also von
vornherein abgeschnillen. Man muss sich damit begnügen, die
nach Abklingen der nichtvitalen Anfangsreaktion sich einstellenden
Werte zu vergleichen. Natürlich würde sich in dieser Weise eine
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