Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Sidor ...
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>
Below is the raw OCR text
from the above scanned image.
Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan.
Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!
This page has never been proofread. / Denna sida har aldrig korrekturlästs.
63
Erscheinungen als durch äussere und welche als durch innere Ur-
sachen hervorgerufen angesehen werden sollen. Es ist nötig, dass
diese Grenze so scharf wie möglich präzisiert wird, wenn nicht die
Begriffe autonom und aitiogen zusammenfliessen sollen. Da alle
Erscheinungen eines lebenden Organs in letzter Hand von der
Aussenwelt verursacht sein dürften (ein Umstand, den auch Kress
[1917] hervorhebt), muss ja die betreffende Grenze in der Zeit gesetzt
werden. Ich rechne daher als autonom nur die Erscheinungen,
deren Ursachen (eigentliche Ursachen, demnach nicht eventuell
vorkommende Auslósungserscheinungen) im Individuum, bereits
wenn dieses nur aus dem befruchteten Ei besteht, depo-
niert sind.
In der Absicht, die Stichhaltigkeit meiner aufgestelllen Hypothese
von dem Vorhandensein eines Zellteilungsrhythmus zu prüfen,
wurde eine besondere Erbsenkultur mit grósserem Material angeord-
net. Um die Voraussetzungen für einen Vergleich in diesem Falle zu
stärken, wurden möglichst gleichgrosse Erbsen angewendet. Diese
keimten wie gewöhnlich nicht gleichzeitig, weshalb nur solche aus-
gewählt wurden, bei welchen während einer und derselben Nacht
die Schale gesprengt und die Wurzel hervorgetreten war. Von
diesen wurden nach weiteren 5 Tagen die Wurzeln aussortiert,
welche dieselbe Länge (65—70 mm) hatten. 39 Stück von diesen
lieferten später brauchbare Medianschnitle.
Diese 39 Wurzeln haben demnach während ihres Lebens dieselbe
äussere Wachstumsgeschwindigkeit gezeigt. Wenn man nun, wie
ich zu glauben wage, annehmen kann, dass bei diesen Wurzeln
die Länge von áquivalenten Zellen dieselbe gewesen ist (ich
beabsichtige dies bei Pisum eingehender zu kontrollieren; bei
Vicia Faba und Zea Mays habe ich es zutreffend gefunden’, so
wird die Schlussfolgerung sein, dass die Zellproduktion während
des Wachstums der Wurzeln durchschnittlich in allen 39 Fällen
«dieselbe gewesen ist. Hierbei muss man auch voraussetzen, dass
die Teilungszeit der Wurzelzellen im Durchschnitt bei den einzelnen
Wurzeln konstant ist. Indessen können Unterschiede in Teilungs-
zeit oder Streckungsverhältnissen nicht wohl die Ursache der Va-
riation der in Rede stehenden Teilungszahlen sein. Diese würde
in solchem Falle nur ganz unbedeutend geworden sein, und jedenfalls
hätten die Werte eine »Zufallskurve» bilden müssen. Statt dessen
bildet nun ihre Kurve eine gerade Linie oder möglicherweise das
Gegenteil von einer Zufallskurve.
! Ein Bericht über diese Versuche wird in »Arkiv för Botanik» 1919 oder evtl.
1920 erscheinen.
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>