- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 13. 1919 /
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die Schliesszellen scheinen in ihrem der Spalte zunächst liegenden
Teil — eine zentrale Parlie ausgenommen — verdickt zu sein. Sie
liegen in einem niedrigeren Niveau als die Wallzellen.!

In Fig. 5 habe ich versucht, einen Querschnilt der Spaltöffnung
von Weichselia im lebenden Zustande zu rekonstruieren. Ausdrück-
lich sei betont, dass es sich nur um einen Versuch handelt. Er
basiert auf der Untersuchung der Flächenansicht nach Behandlung
des Materials nach Schulzes Mazeralionsmelhode sowie auf der
Untersuchung, von Mikrotomschnillen von verkohlten Fiedern
letzter Ordnung.

Die der Spaltóffnung zunächst liegenden Epidermiszellen sind
wahrscheinlich wallarlig verdickt. Die äussere Wand geht in eine
dünnere Randpartie (siehe auch Fig. 4) über, die über eine Höhle,
die äussere Alemhóhle hervorragt. Diese Höhle wird unten von

Fig. 4. Spaltöffnung in Flächen- Fig. 5. Rekonstruktion eines

ansicht. Unter Benutzung eines (nicht ganz medianen) Quer-
Zeichenapparats nach Lkrrz schnitts von einer Spaltöff-
gezeichnet —- Vergr. *$9, nung. — Vergr. *5?

den zwei Schliesszellen begrenzt, deren Querschnittsform unbekannt
ist. Wahrscheinlich war die Hóhle nicht besonders tief.

Die nun kurz beschriebene Spaltóffnung trägt wohl ein xerophi-
les Gepräge. Wahrscheinlich ist, dass sie im Prinzip so gebaut
war, wie es in Fig. 5 dargeslellt ist. Suchen wir unter rezenten
Farnen nach Weichselia-ähnlichen Blattstrukturen, so werden wir

’ Dass die Richtigkeit der hier vertretenen Auffassung betreffs des Baues der
Spaltöffnungen nicht ganz sichergestellt werden konnte, ist auf den nicht hinreichend
guten Erhaltungszustand des Materials zurückzuführen. Die Lage der Schliesszellen
kann keineswegs als festgestellt betrachtet werden. Vielmehr handelt es sich hier
nur um Vermutungen. Hoffentlich werden die belgischen Paliiobotaniker die he-
treffenden Strukturen aufklären können,

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