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men sich als notwendig erweisen dürfte, und zwar im Sinne des
unten näher angegebenen Entwicklungsverlaufes bei H. japonicum.
Da meine Hauptaufmerksamkeit auf die Endospermbildung gerich-
tet gewesen ist, habe ich nur zerstreute Beobachtungen über die
früheren Entwicklungsstufen des Embryosacks gemacht. Es dürfte
jedoch wahrscheinlich sein, dass der Embryosack von H. japonicum
in allen Beziehungen dem Normaltyp folgt, also mit SCHNARFS Be-
schreibung übereinstimmt. Aus seinen Figuren (Taf. I, Fig. 3—6)
geht jedoch kaum hervor, dass sich eine normale Tetrade bildet.
SCHNARF beschreibt ferner (S. 3—5) bei H. perforatum eine eigen-
tümliche Vergrösserung der Zellen der Nuzellusepidermis, von denen
eine oder mehrere durch beschleunigte Volumenzunahme als
Schwellkörper funktioniere, der den engen Raum innerhalb der
Integumente erweitere und für die Ausbildung des Embryosacks
den notwendigen Platz schaffe. — Es ist SCHNARF nicht gelungen, in
der embryologischen Literatur analoge Erscheinungen zu finden.
Bei H. japonicum habe ich einen derartigen Schwellkörper gesucht,
aber nicht finden können. Ich erlaube mir daher die Vermutung,
dass jener geheimnisvolle Schwellkörper sich bei näherer Prüfung
als Megasporen entpuppen wird, die mit dem legitimen Embryosack
konkurrieren und diesen relativ bedeutenden Grad von Grössen-
zuwachs erreicht haben. Für diese Erklärung sprechen nicht nur
SCHNARFS Figuren (Taf. I, Fig. 7—9), sondern auch die Tatsache,
dass in ein und demselben Nuzellus sich wirklich zwei mehr oder
weniger ausgebildete Embryosäcke wiederholt bei H. perforatum
haben nachweisen lassen. Die Wirkung der Schwellkörperzellen
scheint ferner sehr unbedeutend zu sein, von einem Unterschied
zwischen Samenanlagen mit oder ohne diese Zellen ist nichts
zu sehen.
Der befruchtungsreife Embryosack von H. japonicum hat das
typische Aussehen des der allermeisten Angiospermen.
Der Eiapparat besteht also aus zwei spitzen Synergiden mit ba-
saler Vakuole, dichtem Plasma und kleinem Zellkern, ferner aus
einer etwas grösseren Eizelle, deren Kern in rechtspärlichem Plasma
ruht und von der gewöhnlichen Vakuole überlagert ist. (In Fig. 1 a
ist nur die Eizelle mit einer Synergide abgebildet.) Der primäre
Endospermkern ist regelmässig unmittelbar unter der Eizelle, von
einem stark vakuolenhaltigen Plasma umgeben, zu finden. Im
Gegensatz zu Scuwanr habe ich stets gefunden, dass die beiden
Polkerne vor der Befruchtung verschmelzen.
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