- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 16. 1922 /
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32 Chromosomen versehen sind. Diese Kerne könnten also, wenn sie
funktionsfähig wären, die Entstehung diploider Gameten veranlassen.

Ein diploider Kern kann auch dann entstehen, wenn die beiden
Spindeln nicht parallel zueinander liegen, sondern an einem ihrer
Pole zusammenstossen (Fig. 6 a). Der Telophasekern rechts oben
der Tetrade in Fig. 6 b ist auf diese Weise gebildet, die links
unten liegenden Tochterkerne sind durch eine Brücke verbunden.
Solche Kernbilder können gewisse Ähnlichkeiten mit den bei P.
atlanticum X dubium vorkommenden, in Fig. 2 f abgebildeten, zeigen.
Die Anomalien sind ja aber ganz verschiedenen Ursprungs. Die
in Fig. 2 abgebildete deutet auf tiefer gehende Störung des Kern-
teilungsmechanismus als die durch abweichende Orientierung der
Spindel hervorgerufene.

Erscheinungen der Meiosis, die die Entstehung diploider Gameten
veranlassen können, sind, wiein der ausführlichen Arbeit besprochen
werden wird, schon früher teils künstlich hervorgerufen (siehe
SAKAMURA, Journ. Coll. of Sc., Tokyo Imp. Univ., Vol. 39, Art. 11,
1920), teils in der Natur gefunden worden; doch anscheinend nur
in vereinzelten Fällen, wo wohl der Entwicklungsverlauf zuweilen
schwer zu verfolgen war. Die von mir bei P. somniferum X orientale
gefundene Vereinigung der beiden homotypen Spindeln tritt in dem
untersuchten Material nicht vereinzelt auf: ich habe z. B. in drei
Pollenfáchern von Meta- und Anaphasestadien mehr als 60 gezählt.
Die Deutlichkeit, mit welcher der Entwicklungsvorgang bis an das
Dyadenstadium verfolgt werden kann, lässt nichts zu wünschen
übrig. Die Teilungsbilder wecken einen ebenso “normalen“ Ein-
druck wie die regelmässigen; ob aber aus diesen diploiden Kernen |
funktionsfähige Gameten hervorgehen können, muss freilich dahin-
gestellt werden. Dies ist ja schon deshalb fraglich, weil die Ga-
meten der betreffenden Hybride überhaupt meistens steril sind.
Wie dem auch sei, der eben beschriebene Weg zur Bildung di-
ploider Kerne scheint mit relativ geringer Störung des Kernteilungs-
mechanismus verbunden zu sein, und man darf mit der Möglichkeit
einer Entstehung diploider Gameten in der angegebenen Weise bei
geeigneten Formen rechnen. Solche Gameten würden die Ent-
stehung polyploider Formen veranlassen können.

Stockholm, Botanisches Institut der Universität, im August 1921.

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