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1) Der erste, von Mc DouGALL (1914, S. 56) beschriebene Typus
ist durch einen sehr dicken Mantel charakterisiert. Die interzellula-
ren Hyphen sind auch sehr kräftig entwickelt, so dass die äusseren
Rindenzellen als Inseln in einem pseudoparenchymatischen Gewebe
erscheinen.
2) Der zweite, von v. TuBEuF (1896, Taf. XI, 3) abgebildete Typus
hat einen verhältnismässig dünnen Mantel, und das Hartigsche Netz
ist im allgemeinen von einer einzigen Zellschicht zusammengesetzt.
In beiden Fällen ist der Mantel an der Oberfläche vollständig
glatt, d. h. Absorptionshyphen (MaGnus 1911, S. 527) kommen
nicht vor.
Die verschiedenartige Ausbildung der Mykorrhizen dürfte in
erster Linie von den Pilzkonstituenten abhängig sein. Bei der
gemeinen Kiefer habe ich gefunden, dass verschiedene Mykorrhizen-
pilze zum Teil verschiedene Mykorrhizentypen erzeugen (MELIN
1921), und, wie unten gezeigt wird, ist dies auch der Fall an der
Lärche.
Ob eine intrazellulare Infektion bei den typisch ektotrophen
Mykorrhizen — wie sie z. B. an der Kiefer und der Fichte aus-
gebildet sind — vorkommt, ist in den letzten Jahren oft diskutiert
worden. MÖLLER (1903, S. 323) und Mancın (1910) z. B. sind der
Auffassung Franks, dass die Hyphen nur interzellular leben. Nach
MÖLLER (1903) sollen die Mykorrhizen der Fichte, wie auch die
traubig verzweigten der Kiefer, ektotroph (sensu stricto), die dicho-
tom verzweigten Kiefernmykorrhizen dagegen endotroph sein. Die-
ser Auffassung hat sich KIRCHNER (KIRCHNER, LOEW und SCHRÖTER
1908, S. 183) angeschlossen. PEKLo (1913) ist zu der Meinung
gelangt, dass die Pilzfäden in grosser Ausdehnung intrazellular
leben und hier eine weitgehende Verdauung derselben stattfindet.
Er sagt z. B. von der Fichtenmykorrhiza (l. c., S. 260): “Der
Hauptcharakter der Fichtenmykorrhizen ist ihr Endophytismus und
die mit demselben verbundenen Folgeerscheinungen, eine weit-
gehende Verdauung der Pilzfäden; dagegen trägt die Differenzierung
des Pilzmantels und des Reseaus, von einem kausalen Standpunkt
aus betrachtet, den Charakter einer sekundären Erscheinung.“
Schon bei meinen früheren Untersuchungen über die Kiefern
und Fichtenmykorrhizen habe ich das Vorkommen von sehr dün-
nen Hyphen in den Rindenzellen feststellen können (vgl. MELIN
1917, S. 357). Ich war damals geneigt anzunehmen, dass diese in-
trazellularen Fäden einem anderen Pilz als dem echten Mykorrhizen-
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