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und Picea Abies (Metin 1921, S. 193). Sie runden sich gewöhnlich
kugelförmig ab und lösen sich öfters von den Hyphen als etwa
30 u dicke Kugeln ab. Es ist wahrscheinlich, dass sie keimen
können, und also im Dienste der Verbreitung des Pilzes stehen.
Ihre Bedeutung habe ich aber noch nicht sicher feststellen können.
In Flüssigkeiten findet man nicht selten andersartige Verzwei-
gungsmodi als den oben beschriebenen. Die Hyphenzellen schwellen
z. B. am oberen Ende an, und von hier aus gehen mehrere Zweige
etwa in derselben Höhe aus, wie in Fig. 5 c abgebildet ist.
Für die Anordnung der Synthesenversuche war es von der
grössten Bedeutung zu wissen, dass der Pilz nicht auf sterilisierter
Erde wächst. Er verhält sich in dieser Hinsicht wie die Mykor-
rhizenpilze von Pinus silvestris und Picea Abies. Die Tatsache
erhellte folgendermassen.
In verschiedenen Erlenmeyerkólbchen tat ich Waldhumus (Roh-
humus) und Gartenerde, und die Sterilisierung erfolgte fraktioniert
im Dampftopf. Auf diese Nährböden geimpfter Boletus elegans (aus
Gelatine-Nährkultur stammend) zeigte nach einem Monat keinen
Zuwachs. Nun goss ich steriles, destilliertes Wasser in die Kólbchen,
die ich wiederholt schüttelte, nach 24 Stunden goss ich das Wasser
weg. Nach einem nochmaligen Auswaschen impfte ich von neuem
Hyphen auf den Humus. Die Fäden wuchsen nun sofort weiter
und bildeten eine ziemlich kräftige Kolonie mit weissem Luftmyzel.
Der Pilz verhält sich in derselben Weise auf gewöhnlichem
Sand. Auf nur sterilisiertem Sand mit Nährlösung erfolgt kein
Wachstum, wenn aber der Sand nach dem Sterilisieren mit sterilem
Wasser gewaschen wird, entwickelt sich der Pilz ganz wie in der
Nährlösung ohne Sand. Die kleine Mengen von Humus, die im
Sande vorkommen, sind genügend, das Pilzwachstum zu verhindern.
Wenn der Sand vor dem Sterilisieren in der oben beschriebenen
Weise ausgeglüht und gewaschen wird, wirkt er nicht hemmend
Engbsserst’auseniíàallrg; dassqysueh!beuim!Steribr-
Ereren. Stoife bilden, die auf das Wachstum der
Bulzcsschuüdlich wirken.
Dass der Humus durch das Sterilisieren gewisse chemische Ver-
änderungen erleidet, ist schon lange bekannt. In manchen Fällen
wird aber dadurch das Wachstum der Mikroorganismen begünstigt.
Kosarorr (1907) fand sogar, dass sich Pyronema confluens, das in der
Natur häufig auf Brandstellen vorkommt, nur auf sterilisierter Erde
entwickelt, während es auf nicht sterilisierter nicht wächst. Dies
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