- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 16. 1922 /
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müsste dadurch bedingt sein, dass sich gewisse, dem Pilz schädliche
Stoffe beim Sterilisieren des Bodens zersetzen.

Boletus elegans — sowie auch die Mykorrhizenpilze der Kiefer
und der Fichte — verhält sich anders. Durch das Sterilisieren
neugebildete Stoffe, die anderen Mikroorganismen unschädlich sind,
wirken auf ihn als Gifte. Welches diese Stoffe sind, lässt sich
vorläufig nicht entscheiden, wahrscheinlich dürfte es sich aber
um Phänole handeln.

Seine optimale Entwicklung erreicht Boletus elegans nach den
bisherigen Untersuchungen auf Nährgelatine mit Mannit oder
Xylose als Kohlenstoffquelle. Die Kolonien erreichen nach 30 Tagen
auf Xylose einen Durchmesser von etwa 25 mm und auf Mannit
von etwa 18 mm. Verhältnismässig gut entwickelt er sich auch
auf Dextrin und Glukose, dagegen sehr schlecht auf organischen
Säuren, Stärke und Inulin. Auf Zellulose wächst er überhaupt
nicht aus. Obgleich der Zuwachs auf Stärke unbedeutend ist,
wird doch ein diastatisches Ferment ausgeschieden. Proteolytische

Enzyme — wie sie sich durch Verflüssigung der Gelatine nach-
weisen lassen — bilden sich nur ausnahmsweise. Auf stickstoff-

freiem Substrat entwickelt sich der Pilz sehr schlecht, weshalb ich
annehmen muss, dass der elementare Luftstickstoff in Reinkultur
nicht assimiliert wird. Ob er von dem Pilz gebunden wird, wenn
er mit der Lärche in Symbiose lebt, muss ich noch dahingestellt
sein lassen. Die physiologischen Verhältnisse des Pilzes werden
in einer späteren Abhandlung genauer erörlert werden.

4. Die Lärche und Boletus elegans in Reinkultum

Die auf Platten steril auswachsenden Keimlinge wurden am
16. Mai 1921 ausgepflanzt, wonach sich die Kotyledonen ziemlich
rasch entwickelten. Am 14. Aug. mit Myzel von Boletus elegans
geimpft. Die zur Impfung benutzten, auf Malzgelatine wachsenden
Boletus-Kolonien stammten direkt aus Stückchen der Fruchtkörper
und waren drei Wochen alt. In Fig. 6 a ist eine mit B. elegans
geimpfte Pflanze abgebildet, und zwar 2 Monate nach der Impfung.

Am 1. Noy. (27/2 Monate nach der Impfung) wurden zwei Kölb-
chen untersucht. Die Boletus-Hyphen hatten sich sehr kräftig
entwickelt, indem sie das ganze Wurzelsystem vollständig um-
spannen. Von hier strahlten sie in den Sand hinaus und banden
ihn mit den Wurzeln ziemlich fest zusammen. Zum Teil waren

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