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2) Durch die enzymatische Tätigkeit der Zellen werden die
intrazellularen Hyphen zum grössten Teil verdaut und der Pilz
dadurch nach den Interzellularen hin verdrängt.
3) Der Pilz lebt hauptsächlich interzellular, sendet nochmals
aber ab und zu Hyphen in die Zellen hinein. In den älteren
Mykorrhizen findet man deshalb meist keine Knäuel oder grössere
Hyphenanhäufungen, sie sind hauptsächlich ektotroph geworden.
+ *
Dieser Infektionsmodus ist von phylogenetischer Betrachtung
aus lehrreich, weil er andeutet, wie die ektotrophe Mykorrhiza ein-
mal entstanden ist. Diese Frage wird aber später genauer be-
sprochen.
Es ist unwahrscheinlich, dass sich die Verpilzung in der Natur
immer in derselben Weise vollzieht, sie ist meines Erachtens viel-
mehr von der Virulenz des Pilzes abhängig. Wenn der Pilz
weniger virulent ist, vermag er sich nicht im Innern der Zellen
zu entwickeln, und wird daher schon vom Anfang an auf die
Interzellularen hingewiesen. Stichhaltige Beweise dieser Annahme
sind aber vorläufig noch nicht zu geben, weil Boletus-Stämme von
verschieden hoher Virulenz zu meiner Verfügung nicht standen.
Es ist bemerkenswert, dass die endophytische Infektion auch in
den Hauptwurzeln, besonders in den die fertigsebildeten Mykorrhizen
umgebenden Teilen, sehr deutlich ist. Die Rindenzellen sind hier
zum Teil von ziemlich dicken Hyphen ausgefüllt, die entweder
dichte Knäuel oder sogar pseudoparenchymatische Anhäufungen
bilden. Dagegen ist das Hartigsche Netz ziemlich selten gut aus-
gebildet, bisweilen aber finden sich sowohl dieses als auch der
Mantel vor, infolgedessen ein Durchschnitt der Hauptwurzel voll-
ständig dem der normalen Mykorrhiza ähneln kann. Die am
meisten endophytisch infizierten Teile der Hauptwurzel strahlen
sozusagen von der Basis der Mykorrhizen aus, weshalb es mir
wahrscheinlich ist, dass die durch das Durchbrechen der Seiten-
wurzeln verursachten Wundflächen die Infektion begünstigen. Die
äusseren Rindenzellen sind nicht oder nur wenig infiziert.
Fig. 9 c zeigt eine von den Hyphen ganz ausgefüllte Rinden-
zelle. Wo man die einzelnen Hyphenzellen unterscheiden kann, ist
zu sehen, dass sie an den Enden meist abgerundet sind. Zum
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