- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 16. 1922 /
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nenne. Wenn aus den gut *ausgekeimten* Mykorrhizenstückchen (-Lamel-
len usw.) mikroskopische Schnitte hergestellt wurden, so zeigte es sich
ganz klar, wie eben diese Gerbstoffschichten tiefe Veränderungen erlitten
hatten, wie sie noch plasmareicher wurden, ihre Zellen neue Kerne gebildet
und ihre Hyphen sich vermehrt hatten usw., nachdem sie durch die Ein-
schnitte zum Regenerieren gebracht waren. Das Auswachsen umfasste
manchmal ganze mächtige Lager, wo die Hyphen sich zur Regeneration
anschickten. Ich stellte aus solchen *keimenden* Mykorrhizen auch Paraffin-
schnitte her und färbte sie mit zytologischen Farbstoffen durch: es zeigte
sich oft, dass die Rinde der Pilzmäntel in den Tropfen, wohl durch die
aseptische Einwirkung der Einschlussflüssigkeit, nach einer Zeit abstarb,
und es kam auch hier klar zu Tage, dass die am Leben gebliebenen
Gerbstoffhyphen zur Weiterentwicklung angeregt wurden. In seichten
hängenden Tropfen haben sogar ganz nahe am Rande der Flüssigkeit
gelegene Mantelschichten regeneriert; sie wuchsen nun bald zu frukti-
fizierenden Myzelzweigen aus, so dass sozusagen vor meinen Augen ein
direkter Übergang des Mykorrhizenpilzes in das fruktifizierende Stadium
vor sich ging. (Viele von diesen Einzelheiten habe ich schon in meiner
Arbeit in Berichten der Deutschen Botanischen Gesellschaft, 1909, S. 239
u. f. geschildert. In der bóhmischen Arbeit gehe ich auf die móglichsten
Details bei der Schilderung der Isolationsversuche und besonders über
die Identifikation der gewonnenen Myzelien ein. Ich werde sie hier nicht
von neuem anführen.)

Die aus Mykorrhizen von Carpinus und Fagus herauskultivierten Pilze
erwiesen sich als zu den Gattungen Citromyces und Penicillium angehórig.
Diese Tatsache frappierte mich anfangs ausserordentlich, denn jeder An-
fänger weiss, dass diese Gattungen zu den banalsten Verunreinigungspilzen
gehóren. Als aber in den mit Mykorrhizendekokten hergestellten Tropfen
nur und konstant (ausgenommen eine in Buchenmykorrhizen parasitierende
Cladosporium-Art) dieselben Schimmelpilze vorkamen, als es sich zeigte,
dass es keine gewóhnliche Penizillien sind, wie z. B. Penicillium glaucum,
sondern neue Arten bzw. Varietäten, und als es über alle Zweifel erhoben
war, dass es unmóglich ist, dass sie etwas anders wáren als echte Mykor-
rhizenpilze, musste ich mich mit dieser Tatsache versóhnen, eingedenk
der seit Jahren bekannten Aspergillen, die auch zu banalen Schimmelpilzen
gehóren, unter welchen jedoch auch Arten vorkommen, die Otomykosen
hervorrufen, oder des Aspergillus Oryzae, der ebenso einen bestimmten
Spezialisten vorstellt wie andererseits die Oospora-Arten, welche in Orchi-
deenwurzeln symbiotisch leben, und zu einer gewóhnlichen, und in der
Natur oft frei vorkommenden Schimmelpilzgattung gehören. Eine Be-
schránkung muss ich leider machen: Ich war genótigt, meine Isolationen
auf das in einer ziemlich kleinen Gegend vorkommende Material restrin-
gieren zu müssen, und kann bloss Analogieschlüsse auf andere Gegenden
machen, wo die Mykorrhizen von demselben Typus vorkommen.

In den Berichten (1909) und in der Arbeit über die Fichtenmykorrhizen’
(S. 273—274) schildere ich drei Fälle, wo es mir gelang, Buchenpflanzen

‘Neue Beiträge zur Lösung des Mykorrhizaproblems. — Zeitschrift für Gärungs-
physiologie, Bd. II, 1913.

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