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fangreich, dass es ausgeschlossen wäre, es hätten keine von ‘den Sporen,
welche sich an der Oberfläche der Mykorrhizen vielleicht befunden haben,
ausgekeimt, die Mantelschicht stellenweise durchgebrochen und sich zu
den auswachsenden Mantelhyphen zugesellt. Die Struktur der Mäntel der
Fichtenmykorrhizen ist nicht soweit differenciert, dass etwaige Unterschiede
in der Beschaffenheit der einzelnen Pilzmantelschichten vorkämen, wie
dies bei der Buche der Fall ist, was, mit anderen Umständen, die Beobach-
tung der auskeimenden Hyphen in diesem Falle wesentlich erleichtert.
Nichtsdestoweniger wurden einige Tropfen vorgefunden, wo viele Mantel-
hyphen rasch auskeimten und in dem Tropfen auswuchsen. In einigen
von diesen Fällen war es nun sehr wahrscheinlich, dass die in dem Tropfen
sich befindenden Pilzmassen dem Mykorrhizenpilz allein ihren Ursprung
verdankten; seine systematische Stellung blieb mir unsicher. Demgegen-
über ergab die Isolierung mit Hilfe der Agarplatten zwei ganz sichere
Fälle, in welchen das betreffende Bruchstück zu einem Mycel heraus-
gesprosst war, welches, nach den untrüglichen Merkmalen, die der Verlauf
der Kultur lieferte, allein die Mykorrhiza gebildet hatte. Kein einziges Mal
wurde bei der mikroskopischen Kontrolle konstatiert, dass sich an der
Oberfläche des Stückes ein Mycel zu bilden begann, was auf eine Infektion
mit einer dahin übertragenen Spore hinweisen würde. Dagegen wurden
viele Hyphen bemerkt, wie sie von der dem Agar zugewandten Schnitt-
fläche auf dem Agar auszuwachsen begannen. Nun konnte dies vielleicht
dadurch hervorgerufen worden sein, dass nur diejenigen fremden Pilzkeime
auswuchsen, die sich auf dem Pilzmantel in der Nähe des Agars, des
Mediums, welches viele Nährstoffe enthielt, befunden haben; nach dem
Durchwachsen des Randes dürften sie dann von dem Mykorrhizabruchstück
auf den Nährboden übergangen sein. Glücklicherweise waren aber diese
Partien ziemlich durchsichtig, so dass mit einer guten Linse, z. B. mit
Apochromat 0,90, die Provenienz dieser kurzen, jungen Pilzhyphen fest-
gestellt werden konnte. Es konnten auf diese Weise mehrmals die Stellen
in den unteren, plasmareichen Partien des Pilzmantels herausgefunden
werden, wo eben die mütterlichen, noch gelben Hyphen sich in weissliche,
neue Aussprossungen verlängerten, die in der Zeit, wo sie mikroskopiert
wurden, schon auf dem Agar verliefen. Sobald nun eine Gruppe von
ähnlichen Hyphen, von welchen bei mehreren der Ursprung sich gut er-
uieren liess, ein kleines Mycelium auf dem Agar gebildet hatte, wurde
dieses mit einer flachen Platinnadel aus dem Agar herausgestichen. Ausser-
dem wurde das Impfstück vorsichtig, um den Verlauf der freien Hyphen
nicht zu stören, unter dem binokul. Mikroskop von dem Agar abpräpariert,
nach der Fixierung mit Formalinalkohol mit Chloralhydrat durchsichtig
gemacht und nochmals einer mikroskopischen Kontrolle unterworfen.
Auf diese Weise wurden ausser den zwei oben genannten Fällen bei noch
anderen, mehreren Impfstücken nach einer Zeit ganze Gruppen von Hyphen
beobachtet, wie sie bei ihrem Auswachsen aus den inneren Mantelpartien
auf das Agar übergingen. In jenen uns am meisten interessierenden, schon
genannten zwei Fällen, waren es nun ganze Legionen von Hyphen, welche
ohne jeden geringsten Zweifel teils in den äussersten Reseauhyphen, teils
in den innersten Mantelschichten ihren Ursprung genommen haben. Es
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