- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 16. 1922 /
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konnte bei den Hyphen entweder ihr bogenförmiges Einbiegen zu einem
intercellularen Réseaufaden konstatiert werden, oder der Reihe nach die
Stellen ausfindig gemacht werden, an welchen sich zahlreiche, jetzt plasma-
reiche und weissliche Pilzfäden von den gelblichen Stammhyphen der
innersten Mantelschicht abzweigten. In einem von jenen zwei Stückchen
wurde bei der Präparation der Pilzmantel von dem Wurzelgewebe, Reseau
usw. abgerissen und mit der ganzen inneren Fläche dem Agar aufgelegt.
Diese ganze Fläche wurde von meristematischen Hyphen gebildet, die an
die “Gerbstoffhyphen“ der Buchenmykorrhizen erinnerten, Hyphen, welche
in hängenden Tropfen so gerne auszukeimen pflegen: in der Tat sind sehr
zahlreiche von diesen, meistens noch parallel verlaufenden Hyphen, wie
sie dem Agar aufgelegt waren, herausgesprosst und konnten in ihrem
ganzen Verlauf von ihrem Ursprungsort bis zu der Stelle, wo sie mit der
Nadel von dem kleinen, zur Bildung der Konidienträger sich erst an-
schickenden Mycelium abgebrochen wurden, verfolgt werden. Uber die
gelungene Isolierung konnte also nicht der geringste Zweifel bestehen.
Selbstverständlich musste eine grosse Anzahl von ähnlichen Impfkulturen
angelegt werden, bevor — vielleicht durch einen glücklichen Zufall — jene
zwei Impfstücke gefunden wurden, die so klare und eindeutige Verhältnisse
geliefert haben. Diese zwei Agarfälle lieferten zwei Penicillienformen.
Sie sind morphologisch nahe verwandt, in den Kulturen verhielten sie
sich jedoch voneinander ein wenig verschieden. Auch in anderen Fällen
waren auf dem Agar echte Mykorrhizapilze ausgesprosst und konnten
isoliert werden. Es schienen jedoch dem Verfasser die Resultate der
übrigen Isolierungsversuche nicht sicher genug und eindeutig zu sein.
Andererseits muss zugestanden werden, dass das Hauptinteresse des Ver-
fassers darauf vereinigt wurde, ob nicht gerade die Gattung Penicillium
bei der Bildung der Mykorrhizen nachgewiesen werden könnte. Es zeichnet
sich nämlich diese Gattung durch die ausgeprägte Fähigkeit aus, eine
Menge organischer Säuren zu produzieren und dieselben in den Nährmedien
auch ertragen zu können. Und gerade in dem Rohhumus findet man
einen Überschuss von Stoffen, die stark sauer sind. Folglich dürfte es
wohl gerade diese Gruppe von Pilzen sein, deren Wachstum in dem Roh-
humus kaum beeinträchtigt wird. Andererseits gelten allerdings Penicillien
als die gewöhnlichsten Verunreinigungspilze. So wird es vielleicht nicht
wundernehmen, wenn dem Verfasser die einwandfreie, über alle Zweifel
erhobene Isolierung in bloss zwei Fällen, wobei insbesondere jede Verun-
reinigung mit den üblichen Luft- und Humuspenicillien ausgeschlossen
werden musste, fast dreiviertel Jahr in Anspruch genommen hat. Bei
diesem Sachverhalt war auch kaum daran zu denken, über die “geogra-
phische Verteilung der Mykorrhizapilze der Fichte nähere Untersuchungen
auszuführen.“

Wenn also Herr MELIN überrascht war, wenn er aus anderen Mykor-
rhizentypen und aus anderen Gegenden stammenden andere Pilze isoliert
hat als ich und alle diese Verschiedenheiten übersieht, so wirken auf mich
seine Befunde gar nicht so überraschend ein. Ich möchte ihm nur wün-
schen, dass seine Art der Beurteilung fremder Arbeiten von keinem seiner
Nachfolger auf diesem Gebiete nachgeahmt und nicht endlich auch er selbst
zu den *unkritischen* zugezählt werde. Jaroslav Peklo (Prag).

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