- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 16. 1922 /
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korrhiza in Reinkultur. — Sv. Bot. Tidskr., 1922). Alle von mir in Kultur
genommenen Boletus-Arten z. B. haben keine Schnallen, und wahrschein-
lich spielt eben diese Gattung eine beträchtliche Rolle für die Mykor-
rhizenbildung an Fagus und Carpinus.

Prüfen wir aber einmal seine Beweise dafür, dass Schimmelpilze (Pe-
nieillium und Citromyces) Mykorrhizenbildner seien.

1. Isolierung der Pilze. Pekro hat aus den betreffenden My-
korrhizen Penicillium und Citromyces isoliert. Es muss zugegeben werden,
dass ihm seine Arbeiten hierbei viel Mühe gekostet haben, dies ist aber
kein Beweis dafür, dass die isolierten Schimmelpilze Mykorrhizenpilze
seien. Er hat mikroskopisch direkt beobachtet, dass die Pilze aus dem
Mantel herauswuchsen (an der Buche in 9 Fällen [vgl. Ber. Deutsch. Bot.
Ges., 1909, S. 243] und an der Fichte in 2). Sie gediehen gut auf Mykor-
rhizendekokt, das sonst auf das Wachstum anderer Mikroorganismen hem-
mend wirkte.

Hierbei möchte ich folgendes hinzufügen:

1) Es ist sehr schwierig, mit Sicherheit zu entscheiden, ob die her-
auswachsenden Hyphen aus dem Mantel selbst oder aus ursprünglich an
der Oberfläche wachsenden Hyphenfragmenten herrühren, und wenn man
nicht hinreichend dünne Schnitte vor sich hat, dürfte es unmöglich sein.
Die betreffenden Schnitte scheinen doch ziemlich dick gewesen zu sein.
Er schreibt nämlich über die Methodik (Zeitschr. f. Gärungsphys., 1913, S.
968): “Dann wurden mit denselben Flüssigkeiten auch zahlreiche hängende
Tropfen hergestellt; die Mykorrhizen wurden dabei entweder der Länge
nach halbiert und mit der Schnittfläche dem Deckglase zugewandt in dem
Tropfen aufgehängt, oder es wurden aus ihnen mediane Lamellen her-
ausgeschnitten*. Die Nachuntersuchung an in Paraffin eingebettetes Ma-
terial ist ebenfalls sehr unsicher für die Feststellung der Herkunft der
Hyphen.

2) Aber selbst wenn die Beobachtung PEkLos richtig wäre, dass die
fraglichen Pilze aus dem Mantel herausgewachsen seien, so ist damit durch-
aus nicht bewiesen, dass es Mykorrhizenpilze wären. Nach meinen
eigenen Beobachtungen kommen bisweilen in den Mykorrhizen (bzw. im
Mantel) triviale Humuspilze vor, die aber mit der Mykorrhizenbildung
nichts zu tun haben. Und nach Prkro selbst findet sich häufig in den _
Buchenmykorrhizen eine Cladosporium-Art, die aber kein Mykorrhizenbild- -
ner sondern Parasit sei. A priori ist also nicht zu entschei-
den, ob die isolierten Schimmelpilze — wenn nun von
dem Mantel isoliert! — Parasiten, akzessorische Pilze
oder Mykorrhizenpilze sind.

3) Dass die Schimmelpilze (Penicillium und Citromyces) auf Humus- und
Mykorrhizendekokt gediehen, scheint mir nicht sehr bemerkenswert, wenn
man bedenkt, dass Penicillia auf den verschiedensten Bóden wachsen
kónnen, wo andere Mikroorganismen nicht leben.

Uber die “gelungenen“ Isolierungen der Mykorrhizenpilze PEKLos möchte
ich zusammenfassend folgendes hervorheben. PEKLo hat aus den Mykor-
rhizen u. a. Penicillium und Citromyces isoliert. Es wäre möglich (auch
wenn nicht a priori wahrscheinlich), dass dies Mykorrhizenpilze wären.

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