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und embryologisch aufzuklären, man braucht nur noch an die
Experimente zu denken, die Hurst (1903) näher geschildert hat.
Bei der heterotypischen Teilung der Embryosackmutterzelle habe
ich die haploiden Chromosomenzahlen der drei untersuchten Arten
feststellen können. Die Chromosomen haben während der ganzen
Teilung eine kurze und dicke Form, so dass sie sehr deutlich und
gut unterscheidbar sind. Besonders in den Metaphasen- und Ana-
phasenstadien liessen sich die Zahlen gut feststellen. Es zeigte sich,
dass sowohl P. bifolia als auch P. chlorantha 21 Chromosomen haben
Fig. 4. a Platanthera bifolia. Heterotypische Metaphase der Embryosackmutter-
zelle. b P. chlorantha. Anaphasenplatte der heterotypischen Teilung der
EM. ZS— Vergrs 9200.
(Fig. 4), während P. obtusata genau dreimal so viele, also 63, be-
sitzt (Fig. 5).
Wie aus den von TISCHLER (1916) und Isurkawa (1916) gegebenen
Zusammenstellungen hervorgeht, sind bisher nur sehr wenige
Orchideen auf ihre Chromosomenzahlen untersucht worden, so dass
man noch gar nichts davon weiss, wie siesich in den einzelnen Grup-
pen der grossen Familie verteilen. Die Zahlen 11, 12 und 16 scheinen
unter den bisjetzt gefundenen die häufigsten zu sein, und die
Zahl 21 ist vorher nicht konstatiert worden. Ganz auffallend ist
die für eine normal sexuelle phanerogame Pflanze ungewóhnlich
hohe haploide Zahl 63. Ferner ist zu bemerken, dass 63 ein
gerades Multiplum von 21 ist, und es scheint demnach nicht aus-
geschlossen, dass wir in der Gattung Platanthera vielleicht eine
ganz regelmässige Zahlenserie der Chromosomen entdecken könnten,
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