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Um eine bessere Übersicht über die Verbreitung der andinen
Arten zu bekommen, habe ich die Anden-Kette in vier Gebiete
aufgeteilt, welche bekannten Vegetationsgebieten einigermassen ent-
sprechen, und zwar 1) Venezuela—Columbien—Ecuador, 2) Peru—
Bolivien, 3) Nord- und Mittel-Chile—Nord-Argentina (im Süden etwa
bis 36° S. Br.), 4) Süd-Chile—Patagonien. Ob irgend eine Art über
alle vier Gebiete verbreitet ist, erscheint fraglich. HAUSSKNECHT
gibt freilich eine derartige Verbreitung für sein E. Bonplandianum
(vgl. unten) und für E. denticulatum an. Für diese Art erscheinen
mir die südlichsten Standorte unsicher,! jene Art ist, wie schon
erwähnt, überhaupt verdächtig, Für E. meridense Hausskn. er-
scheint mir eine Angabe HaussknEcHTs aus der Gegend von Val-
divia (San Juan) unsicher. Schon in Peru ist diese Art nicht
ganz sicher. Etwas zweifelhaft ist auch E. andicolum Hausskn. Nach
HauUSSKNECHT erstreckt sich seine Verbreitung von Venezuela bis
Nord-Argentina und der Sierra de Cordoba. Sichere Exemplare
(vgl. unten) sah ich nur aus Bolivien, Peru und Columbien. Ein
zweifelhaftes Moment bietet auch E. densifolium Hausskn., weil
der Fundort nicht näher bekannt ist. Wahrscheinlich gehört er
zur dritten Gruppe. Wenn wir die unsicheren Standorte aus-
schalten, so ergibt sich folgende Verteilung der Arten auf die
verschiedenen Gebiete:
Arten
Venezuela —Columbien— Ecuador . . . 2... 5
Beru- bolivien € ran wh eee nnam 9
Nord- und Mittel-Chile—Nord-Argentina . . . . . .13
Sud-Chile—Patagomien 0120 san 16
Diese Ziffern deuten auf eine Verarmung der Epilobium-
Flora gegen die nórdlichen Anden hin. Schon in Peru, wo
ziemlich viel gesammelt worden ist, scheinen die Epilobien
9
schlechter als in Bolivien vertreten zu sein. Ob wirklich das
südchilenisch-patagonische Gebiet das artenreichste ist, scheint
mir unsicher. Das Übergewicht dieser Gegenden geht zum grossen
Teil auf die reichen Sammlungen der schwedischen Expeditionen
zurück.
Die allermeisten Arten sind wenigstens vorläufig auf sehr eng
! Die einzige von mir gesehene Nummer aus Chile, die HausskxEcHhrt bei
E. denticulatum aufführt, gehört zu E. puberulum Hook. et Arn. (vgl. unten).
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