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falls den Deckel an westindischen Exemplaren von Neomeris annu-
lata beobachtet hat, gibt eine sehr summarische Abbildung davon,
nur mit einer Querkontur. Ich habe versucht, den Deckel an
Mikrotomschnitten entkalkter Exemplare zu studieren. Fig. 8b
zeigt, wie er nach Färbung mit Lichtgrün aussieht. Die äusserste
Schicht der Zystenwand wird vom Lichtgrün stark gefärbt, was
in der Figur als eine scharfe Kontur rings um die Zyste herum
hervortritt. Nach innen davon sieht man eine andere schwächere
Kontur, ein Zeugnis davon, dass die Zyste eine innere Wandschicht
von anderer chemischer Natur hat, die nicht so intensiv von Licht-
grün gefärbt wird. Am Porus ist diese scharfe Färbung auffallend
schwächer. Stattdessen erweitert sich die Wand hier sowohl nach
aussen wie nach innen, wobei die kleine kalottenartige Erweite-
rung nach aussen hin überhaupt keine Färbung annimmt, während
die innere zwar gefärbt wird, aber nicht so intensiv wie die übrige
Wand. Man erhält fast den Eindruck, dass die alleräusserste Partie
des Deckels eine direkte Auflagerung ist, und dass die Aussen-
schicht der Zyste nach innen davon im Zusammenhang mit der
Erweiterung in der Breite nach innen zu gleichsam aufgelockert
worden ist. Die verschiedene Färbung deutet wohl auf eine Ver-
änderung der chemischen Struktur der Wand an der Stelle, wo
der Deckel gebildet wird. Die Schwierigkeiten, an Schnitten etwas
von dieser Bildung zu sehen, im Verein mit der Knappheit des
Materials haben bewirkt, dass Genaueres als dieses über die che-
mische Natur des Deckels nicht hat festgestellt werden können.
Was ich also sagen kann, ist, dass an entkalktem Material die
Konturen dieses Deckels jedenfalls nicht als scharfe Querlinien
hervortreten, wie sie bei Acetabularia mediterranea von DE BARY
und GRUBER (nach OrrMANNS, 1922, Fig. 246, 5), bei Neomeris von
SOLMS-LAUBACH (1892, Taf. VIII b, Fig. 8) und BÖRGESEN (1913, Fig.
56) abgebildet worden sind.
Betreffs der weiteren Entwicklung der Zysten kann ich leider
keine Angaben liefern. Hier ist noch eine grosse Lücke in unserer
Kenntnis der Entwicklungsgeschichte dieser Pflanzen auszufüllen,
und sie kann nur der ausfüllen, der Gelegenheit hat, an Ort und
Stelle eine längere Zeit hindurch die Entwicklung zu verfolgen.
Gabelig verzweigtes Gametangium. Über eine eigen-
tümliche Missbildung eines Gametangiums will ich zum Schluss
berichten, da sie mir nicht ohne ihr theoretisches Interesse zu
sein scheint. Fig. 8a zeigt ein Bild derselben. In einem Kranze
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