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Einige von den in Birken- und Espenwäldern häufig vorkom-
menden Hutpilzen sind schon von früheren Autoren als Mykor-
rhizenpilze angenommen worden. Weil man aber diese Angaben
experimentell nicht hat beweisen können, sind sie sehr unsicher
gewesen (vgl. MELIN 1923 a). Wegen des gewöhnlichen Auftretens
von Schnallen auf den ausstrahlenden Hyphen war a priori an-
zunehmen, dass an der Mykorrhizabildung höhere Pilze beteiligt
wären, und man glaubte auch, eine Verbindung zwischen den
Fruchtkörpern und den Mykorrhizen nachweisen zu können. Schon
Woronin (1885) halt es für wahrscheinlich, dass Boletus scaber und B.
edulis Mykorrhizenpilze sind. Er fügt aber mit Recht hinzu (a. a. O.,
S. 205): "Dieses kann aber nur auf direclem Wege entschieden
werden, d. h. entweder dadurch, dass aus der Mykorrhiza ein Boletus
erzogen wird, oder dass man durch Aussaat der Boletus-Sporen auf
eine der angegebenen Wurzeln die Mykorrhiza erhält.“ FRANK
(1892) glaubt Amanita muscaria als Mykorrhizenpilz festgestellt zu
haben. Mc DouGALL (1914) fand Cortinarius sp. und Boletus scaber
v. fuscus in Konnektion mit den Mykorrhizen von Betula papyrifera
und PEYRONEL (1922) Amanita muscaria, Lactarius necator, Boletus
scaber f. Betulae und Scleroderma vulgare in Verbindung mit den
Mykorrhizen von Betula pendula und Boletus rufus in Verbindung
mit Populus tremula. Die beiden Autoren ziehen daraus den Schluss,
die genannten Pilze seien Mykorrhizenpilze, und zwar an Birken
und Espen. Wegen des parallelen Vorkommens meint SMOTLACHA
(1911), Boletus rufus bilde Mykorrhiza an Espe, B. scaber Mykor-
rhiza an Birke.
Die Versuche, die Mykorrhizen in Reinkultur hervorzubringen,
habe ich in erster Linie mit Hymenomyzeten aus Birken- und Es-
penwáldern vorgenommen, und zwar mit den Gattungen Boletus
(B. scaber Bull., B. rufus Schaef, B. edulis Bull. Tricholoma (T.
flavobrunnea Fr.) und Amanita (A. muscaria L.). Ausserdem habe
ich Versuche mit ausgeprägten Nadelwald-Boleten (B. luteus L. und
B. badius Fr.) und mit den aus Kiefernmykorrhizen isolierten
M. R. silvestris 8 und y ausgeführt.
Für die Birken- und Espenpilze habe ich dieselbe Kulturmethode
verwendet, die ich früher beschrieben habe (MELIN 1922). Es ist
früheren Forschern nicht gelungen, die Gattung Amanita — eben-
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