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zahl von Mykorrhizasymbionten, móglicherweise sind sie alle My-
korrhizenpilze. Die Cortinarien sind wie die Lactarien und Rus-
sulen ausgeprägte Waldpilze und verschwinden, wenn die Bäume
abgeholzt werden.
Zusammenfassend móchte ich hervorheben, dass
einesehr grosse Anzahl von den in Birken- und Es-
penwäldern vorkommenden Humus-Hymenom yze-
ten Mykorrhizenpilze sind. Experimentell habe
ich gefunden, dass Arten von den Gattu ngen Ama-
nita, Boletus und Tricholoma dies sind, and avs
den Versuchen mit Nadelbäumen muss ich schlies-
sen, dass ausserdem wenigstens Cortinarius-, Lac-
tarius- und Russula-Arten Birken- und Espensym-
bionten sind. Arten von noch anderen Gattungen dürften
aber auch in Frage kommen. Wahrscheinlich werden künftige.
Untersuchungen zeigen, dass die meisten Humus-Hymenomyzeten
der Wälder Mykorrhizasymbionten sind, eine grosse biologische
Pilzgruppe, die physiologisch den einseitig parasitischen Pilzen am
nächsten steht (vgl. MELIN 1923 a). Nur verhältnismässig wenige
Humus-Hymenomyzeten dürften — wenigstens in unserem Klima
— rein saprophytisch leben.
Es ist seit den Untersuchungen von BREFELD (1908) bekannt,
dass die Erdhymenomyzeten (\usnahme die Koprophilen) sehr
schwer in Reinkultur zu züchten sind. Es gelang BrEFELD nicht,
die Sporen dieser Arten auf künstlichem Substrat zur Keimung zu
bringen. Die Gattungen Russula, Amanita und Boletus sollen u. a.
den Versuchen getrotzt haben. Dieselbe Erfahrung hat Dussar
(1905) gemacht, der vergebens versucht hat, u. a. Amanita, Boletus,
Cantharellus, Cortinarius, Lactarius und Russula in Reinkultur zu
bekommen. Es ist mir bei meinen Versuchen gelungen, eine kleine
Anzahl von den am häufigsten vorkommenden Arten dieser un-
willigen Gattungen in Reinkultur zu erhalten, u. a. die oben be-
handelten Arten. Die Gattungen Cantharellus, Gomphidius, Inocybe,
Hydnum und Hygrophorus waren aber nicht in Kultur zu bringen.
Es dünkt mir wahrscheinlich, dass wenigstens die meisten von den
Humus-Hymenomyzeten, die sich auf künstlichem Nährboden nicht
in Kultur bringen lassen, so obligate Mykorrhizasymbionten sind,
dass sie nicht oder nur schlecht gedeihen, wenn sie nicht gewisse
Stoffe — entweder direkt oder indirekt — von den Wurzeln aus
bekommen (vgl. MELIN 1923 a).
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