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rhizakombinationen entstehen, die selten oder niemals in reinen
Birkenwäldern vorkommen. Denken wir uns einmal, dass ein
Kiefern- oder Fichtenpilz Mykorrhizapilz zweiter Ordnung an Birke
ist. Dieser Pilz hat wegen der Konkurrenz mit aktiveren Myzelien
in reinen Birkenwäldern kaum Gelegenheit, Mykorrhizen zu bilden.
In einem Mischwald dagegen, in dem sich sein Myzel sehr kräftig
um die Kiefern- und Fichtenwurzeln herum entwickelt, können
die Birkenwurzeln leicht auf ihn allein stossen und somit Mykor-
rhizen gebildet werden.
Ausser dem Zufall und der Konkurrenz spielen natürlicherweise
die ökologischen Verhältnisse für die Ausbildung der einen oder
anderen Mykorrhizakombination eine gewisse Rolle. Verschiedene
Symbiontenmyzelien dürften bis zu einem gewissen Grade verschie-
dene Ansprüche auf Bodenfeuchtigkeit, die Beschaffenheit der Humus-
schicht, die Wasserstoffionenkonzentration usw. haben., Es sind
über das Verhalten der betreffenden Hymenomyzeten zu verschie-
denen Bodenfaktoren keine Untersuchungen gemacht worden.
Freilich ist es bekannt, dass die Fruchtkörper gewisser Arten für
ihre Ausbildung mehr Licht, mehr Feuchtigkeit usw. als die von
anderen Arten beanspruchen. Damit weiss man aber nichts von
den Ansprüchen der Myzelien. Diese kommen nämlich im Bo-
den auch an solchen Stellen vor, wo sich wegen der ökologischen
Verhältnisse keine Fruchtkörper entwickeln können. Man findet
z. B. in sehr dichten Wäldern, in denen Hutpilze verhältnismässig
selten zu sehen sind, die Mykorrhizen ebenso gut entwickelt wie
in Wäldern mit häufigen Boden-Hymenomyzeten.
2. Die in Reinkultur erzeugten Mykorrhizen.
a. Die ektendotrophen Mykorrhizen.
Die in Reinkulturen gebildeten ektendotrophen Mykorrhizen zei-
gen denselben Bau wie die Mykorrhizen in der Natur. Die charak-
teristische Palisadenschicht ist immer gut entwickelt, und die intra-
zellulare Infektion findet. im grossen und ganzen auf dieselbe
Weise statt, wie es oben beschrieben worden ist.
Unwesentliche Verschiedenheiten zwischen den verschiedenen,
in Reinkultur gebildeten Mykorrhizakombinationen kommen vor,
zum Teil von der Art des Pilzsymbionten, zum Teil von seiner
Virulenz abhängig. Nach der konstituierenden Pilzart können zwei
33 — 23344. Svensk Botanisk Tidskrift. 1923.
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